Grabau : Ein Dorf in Bild und Fotografie

„Ein besonderes Geschenk“: Erst im Dezember tauchten diese Bilder aus dem Herrenhaus auf.
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„Ein besonderes Geschenk“: Erst im Dezember tauchten diese Bilder aus dem Herrenhaus auf.

Eine besondere Ausstellung in der Grabauer Mehrzweckhalle lockt zahlreiche Besucher aus ganz Stormarn an.

shz.de von
09. Februar 2015, 06:00 Uhr

Staunend schaut die junge Besucherin auf die alten Fotos auf einer Schautafel. „Mama wo ist das?“, fragt sie. „Das scheint hier bei uns im Schloss mal so ausgesehen zu haben“, antwortet diese. Schnell wird bei Eckhard Moßner nachgefragt, der bereitwillig Auskunft gibt und besonders stolz auf diese erst unlängst aufgetauchten Bilder aus dem Grabauer Herrenhaus ist. Moßner ist ein bescheidener Mann. „Ach, ein Foto von mir müssen Sie echt nicht machen“, sagt er und auch angesprochen darauf, dass er die Grundidee für diese besondere Ausstellung in der Mehrzweckhalle hatte, spielt er schnell runter: „Wir haben das nach der ersten Idee alles kollektiv gestaltet.“

Zusammengekommen sind am gestrigen Sonntag unterschiedlichste Künstler und Fotografen aus Grabau, die gemeinsam ihre Werke präsentieren. Die einen als Sammler und Kenner historischer Fotos – wie Moßner, andere als bildende Künstler, Ansichtskartenzeichner oder Naturfotografen. „Die Resonanz ist wirklich besser als gedacht. Es ging direkt um 11 Uhr los. Wir dachten, die Leute kommen erst so um die Kaffeezeit rum“, sagt die Malerin Gesa Tams-Koll, die die für sie typischen Bilder in ihrem ganz eigenen Stil anbietet und sich über zu wenig Kundschaft tatsächlich nicht beschweren kann. Unter den Kunden ist auch „Tageblatt-Urgestein “ Norbert Pöhls. Der Oldesloer Hobby-Lokalhistoriker zeigt sich begeistert von der Ausstellung. „Ich finde es toll, was hier geboten wird und ich bin nicht so schnell zu überzeugen“, sagt er, bevor er sich mit Moßner über die Geschichte von Grabau austauscht.

„Ich finde, dass es eine schöne Veranstaltung geworden ist. So etwas ist auch immer gut für die Dorfgemeinschaft. Wenn sich wieder Organisatoren finden, kann man das sicherlich gerne wiederholen“, sagt Bürgermeister Hans-Joachim Wendt. Moßner ist derweil schon wieder ins nächste Fachgespräch vertieft. „Viele interessieren sich für die Ortsgeschichte und können Neues erfahren“, freut er sich.

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