Bad Oldesloe : Ein besonderes Geschenk

 Marion Kattler-Vetter /re.) und Claudia Franke (li,.) von „EfA“  freuten sich über die Spende, die Geburtstagskind  Karl Eckmann mit seiner Tochter Christel Schröder überbrachte.
Marion Kattler-Vetter /re.) und Claudia Franke (li,.) von „EfA“ freuten sich über die Spende, die Geburtstagskind Karl Eckmann mit seiner Tochter Christel Schröder überbrachte.

Zu seinem 90. Geburtstag sammelte Karl Eckmann für Efa und stockte den Betrag selbst noch auf.

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18. Juli 2014, 11:31 Uhr

„Das wäre herausgeschmissenes Geld“, sagte Karl Eckmann kurz vor seinem 90. Geburtstag zu seiner Tochter Christel Schröder. Der Oldesloer wollte zu seinem Geburtstag keine Geschenke, stattdessen sollten seine Gäste für einen sozialen Zweck spenden. Ausgewählt wurde die Tafel „Essen für Alle“ (EfA). Ein Bekannter Eckmanns engagiert sich dort ehrenamtlich.

Gesagt, getan, die 48 Gäste gaben 830 Euro in die aufgestellte Spendenbox. Diese Summe war Karl Eckmann jedoch zu „unrund“ und er stockte sie kurzerhand auf 1000 Euro auf. Projektleiterinnen Marion Kattler-Vetter und Claudia Franke von der „EfA“ freuen sich riesig über diese Spende. „Wir sparen zurzeit auf ein Kühlfahrzeug, für den Transport der Lebensmittel“, so Claudia Franke. Ein solches Fahrzeug kostet 50 000 Euro, und die Spende von Karl Eckmann hilft da schon weiter.

Erzählen müsse er, , sagt Eckmann lachend bei der Tafel. Er hat ja auch schon viel erlebt in seinen Jahren im Krieg, auf Reisen oder auch Zuhause mit Freunden, Bekannten und Arbeitskollegen. Der Oldesloer ist ständig unterwegs und verschenkt keine Minute seines Lebens. „Ich habe immer etwas zu tun.“, sagt Eckmann. Zu seinen Hobbies gehören Schnitzen, Zeichnen, Malen und das Musizieren auf seinem Keyboard im Wohnzimmer. „Das Spielen trainiert meine Finger und den Kopf, da ich ohne Noten spiele“, erklärt Eckmann. Und es geht noch mehr: Der 90-Jährige digitalisiert sogar alte Super 8 Filme, um sie auf eine DVD zu brennen. „Wir können das nicht, aber er kann es“, sagt Christel Schröder lächelnd über ihren Vater, der betont: „Man muss alles ausprobieren, sonst darf man nicht sagen, dass man es nicht kann.“

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