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Stormarner Tageblatt

20. Oktober 2017 | 19:10 Uhr

Ein Beruf mit Perspektiven

vom

Domicial Seniorenpflegeheim in Ahrensburg bietet im August erstmals eine überarbeitete Ausbildung an

shz.de von
erstellt am 21.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Ahrensburg | Das Image des Altenpflegers ist oft nicht das beste. Für viele Schulabgänger kommt dieser Beruf daher erstmal gar nicht in Frage. "Das ist sehr schade, weil es immer noch hauptsächlich Vorurteile sind, die zu dieser total falschen Einschätzung führen", so Maren Brickwedel, Einrichtungsleiterin des Domicial Seniorenpflegeheims in Ahrensburg. Gemeinsam mit dem gesamten Team hat sie es sich daher zur Aufgabe gemacht, daran etwas zu ändern.

"Der Beruf des examinierten Altenpflegers ist durchaus anspruchsvoll, abwechslungsreich und bietet viele Fort- und Weiterbildungmöglichkeiten", so Felizitas Thuneke, die für die Öffentlichkeitsarbeit bei Domicil Ahrensburg verantwortlich ist. "Wer eine gute Ausbildung hat, der wird später auch gut verdienen. Leider hört man viel zu oft, dass in der Altenpflege kein Geld zu verdienen ist. Auch das stimmt nicht", so Felizitas Thuneke.

Mit 210 Mitarbeitern seien die zwei Domicilstandorte in der Schlossstadt ein wichtiger und großer Arbeitgeber. "Unsere Gesellschaft wird durch den demografischen Wandel älter. Das wissen wir und dieser Aufgabe stellt sich natürlich auch Ahrensburg. Ich finde es gut, dass hier Aufklärungsarbeit geleistet und Ausbildungsplätze für junge Menschen geschaffen werden", sagt Ahrensburgs Bürgermeister Michael Sarach, der sich vor Ort ein Bild von den Möglichkeiten machte. "Es gibt zwei wichtige Themen für die Zukunft der Gesellschaft. Das sind die Betreuung der Senioren sowie Chancen und Zukunft für junge Menschen. Das kommt hier gut zusammen."

Konkret bietet die Einrichtung ab August ein überarbeitete Ausbildung an. "Gemeinsam mit dem IBAF-Pflegeschulungszentrum in Norderstedt werden wir eine eigene Domicil-Klasse einrichten. Wir bieten ab 1. August 20 neue Ausbildungsplätze in Ahrensburg." Das Besondere daran sei, dass nur der Domicil-Nachwuchs gemeinsam unterrichtet werden soll und dass die Ausbildung bereits ab 1. August startet und nicht erst im Oktober. Eines der wesentlichen Ziele sei eine noch bessere Verwebung von Theorie und Praxis.

Seit einiger Zeit ist bei Domicil Ahrensburg Martina Hennig ausschließlich mit der Betreuung der Azubis beschäftigt. "Wir möchten die bestmögliche Ausbildung und Betreuung bieten", so Hennig. "Ich habe meine Entscheidung hier eine Ausbildung zu starten zu keinem Zeitpunkt bereut. Mir macht es Spaß jeden Tag mit Menschen zu arbeiten. Man bekommt sehr viel positive Rückmeldungen", so die Auszubildende Selina Wilhelmi. Ihr Kollege Marcel Brandt pflichtet ihr bei: "Ich war erst in einer ganz anderen Lehre, zum Schornsteinfeger, und bin hier jetzt viel glücklicher. Die Arbeit mit den alten Menschen ist fordernd aber auch sehr interessant und abwechslungsreich".

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