Wunschspieler : Ein Ahrensburger im Fokus des SVE

Steht schon länger im Fokus des SV Eichede: Lübecks Lars Gödeke (li.).
Steht schon länger im Fokus des SV Eichede: Lübecks Lars Gödeke (li.).

Fußball: Lars Gödeke hat beim VfB Lübeck den Sprung in die Regionalliga bisher nicht geschafft. SVE-Trainer Oliver Zapel schwärmt vom Offensivspieler und will ihn nach Steinburg lotsen.

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20. Dezember 2014, 08:00 Uhr

Dass sich Fußball-SH-Ligist SV Eichede auf der Suche nach Verstärkungen für die erste und zweite Mannschaft befindet, ist kein Geheimnis. Dabei steht nun ein Spieler im Fokus, der schon länger bei den Stormarnern auf dem Zettel steht: Lars Gödeke.

Der gebürtige Ahrensburger, der sein Fußballhandwerk beim ATSV lernte und sich in der B-Jugend dem SSC Hagen anschloss, wirbelt derzeit für den VfB Lübeck II in der Verbandsliga. „Wir sind Lars schon lange auf den Fersen und beobachten ihn seit der A-Jugend“, verriet nun Eichedes Trainer Oliver Zapel das rege Interesse an dem 20-jährigen Offensivspieler: „Er ist der Typ Spieler, den wir suchen. Ein Teamplayer mit einer guten Ausbildung.“ Das passt in das Anforderungsprofil, das der 46-Jährige stellt. „Ich habe ihn mehrfach gesehen, zuletzt beim Spiel gegen unsere zweite Mannschaft. Er ist unheimlich viel unterwegs, ist zwar kein klassischer Stoßstürmer, aber reißt über Außen Lücken. Sein unermüdlicher Einsatz ist bemerkenswert. Da sieht man, dass einer arbeitet für den Erfolg. So einen suchen wir“, lobt Zapel das Auftreten Gödekes.

Der Ahrensburger im Fokus des SVE indes hält sich bedeckt. Gödeke, der aufgrund seines Studiums an der Design-Schule in Schwerin bis zum Abschluss im Sommer zwischen Mecklenburg und Lübeck pendelt, erklärt. „Ich habe mit Verantwortlichen des SV Eichede gesprochen. Aber ich habe noch keinen genauen Plan, wie die Zukunft nach Ende meines Modedesign-Studiums aussieht.“ Der 20-Jährige erklärt aber, gern auf die Karte Fußball setzen zu wollen – erste Option ist dabei der Regionalliga-Kader des VfB Lübeck. „Natürlich wäre es optimal, wenn ich den Sprung in die Ligamannschaft schaffen würde.“

Der Weg dorthin aber ist lang. Gödeke spielt seit der A-Jugend für den VfB, ist der einzige der in Lübeck gebliebenen Akteure, der aus dem Jahrgang, der in die Nachwuchs-Bundesliga aufgestiegen ist, vorerst nur in der U 23 gelandet ist. „Ich träume davon, doch noch höherklassig in der Hansestadt Fußball zu spielen“, betont er.

Ein Grund dafür, dass er es noch nicht geschafft hat, ist auch sein Pech: Wenn er nah dran war, bremsten ihn Bänderrisse, und -überdehnungen aus. „Eigentlich keine große Sachen, aber absolut ärgerlich“, erklärt Gödeke: „Aber andere Kicker erleiden einen Kreuzbandriss, da hatte ich immer noch noch Glück im Unglück.“ Durch eine Grippe verpasste er im September einen möglichen Viertliga-Einsatz gegen Werder Bremen II. „Man hatte mir gesagt, dass ich dort im Kader stehen würde. Das war echt bitter.“

Bisher hat er es nicht geschafft – der Weg in den höherklassigen Fußball könnte aber auch über den SV Eichede führen, derzeit Drittplatzierter in der SH-Liga. Am 31. Januar läuft die Wechselfrist ab. Sollte Gödeke es bis dahin weiter beim VfB versuchen wollen, gibt es bei den Stormarnern auch Gedankenspiele, ab der Saison 2015/2016 gemeinsame Wege zu gehen. „Ich kann dazu noch nichts Genaues sagen. Bis jetzt habe ich mit dem Spieler noch nicht selbst sprechen können. Unser Ligaobmann Heino Keiper hat das Gespräch mit Lars Gödeke geführt – eine Auswertung steht noch aus. Grundsätzlich ist aber alles offen, auch über etwaige Zeitpunkte“, erklärt Oliver Zapel.

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