Ein Abend mit Djembe und Domoda

Freuen sich auf den Afrika-Abend: (v.l.) Kirstin Schwarz-Klatt, Yancouba Badji und Alireza Zare.
Freuen sich auf den Afrika-Abend: (v.l.) Kirstin Schwarz-Klatt, Yancouba Badji und Alireza Zare.

Oldesloer Musikschule und die Migrationssozialarbeit laden zum afrikanischen Abend mit viel Musik und einer Ausstellung ein

Avatar_shz von
04. März 2014, 13:08 Uhr

Die Aussicht auf ein besseres Leben in Europa lässt sie massenhaft ihre Heimat verlassen: Afrikanische Flüchtlinge versuchen immer wieder zu Hunderten in kleinen Booten über das Mittelmeer und dann auch nach Deutschland zu gelangen. Der Fall der Hamburger „Lampedusa-Flüchtlinge“ machte wochenlang Schlagzeilen. Wie viele Afrikaner in Bad Oldesloe leben, weiß Kirstin Schwarz-Klatt nicht. „Viele kommen aus Togo und Nordafrika“, so die Leiterin der Migrationssozialarbeit des Diakonischen Werkes. Seit elf Jahren lebt auch Yancouba Badji in der Kreisstadt, wo er seit vielen Jahren als Dozent für afrikanisches Trommeln an der Musikschule arbeitet. Schon Yancouba Badjis Vater war ein bekannter, afrikanischer Trommler, Sänger und Tänzer und so hat der Musiker diese Kunst von Kindesbeinen an zu seinem Lebensinhalt gemacht. Mit seinem afrikanischen Ensemble Diamoral ist er bereits in vielen Trommel- und Tanzformationen auf Hamburger, Lübecker und Oldesloer Bühnen aufgetreten. Am kommenden Freitag, 14. März, sind die temperamentvollen Musiker und Tänzer ab 18 Uhr zu einem afrikanischen Abend im Bürgerhaus zu Gast.

Wer mehr über afrikanische Kultur, Musik und Traditionen, aber auch Spezialitäten wie „Domoda“ (ein scharfes senegalesisches Gericht mit Erdnussbutter) erfahren möchte, ist bei dem ersten gemeinsamen Veranstaltungsabend der Oldesloer Musikschule und der Migrationssozialarbeit genau richtig. Die Musik – allem voran die Djembe – wird an diesem afrikanischen Abend im Mittelpunkt stehen. „Kultur und Politik kann man hier nicht trennen, das gehört zusammen“, sagt Alireza Zare. Deshalb werde man auch eine Ausstellung rund um das Thema Flucht und Vertreibung präsentieren, so der Leiter der Musikschule. „Jetzt haben wir das Wort“ ist der Titel der Wanderausstellung, die von der Migrationssozialarbeit zusammengestellt wurde. „Bei uns gibt es jede Menge Flüchtlinge, und wir sind den Fragen nachgegangen, was sie bewegt, zu uns zu kommen, welche Fluchtwege sie nehmen und wie sie hier leben“, sagt Kirstin Schwarz-Klatt. Allerdings sei die Ausstellung nur ein Angebot, denn wer nur Musik und Essen genießen möchte, der ist ebenso willkommen.

Der Abend startet mit einem ganz besonderen Mitmachkonzert. Alle Gäste, die eine Djembe oder Congas mitbringen, können zusammen mit Yancouba Badji nach Herzenslust trommeln und tanzen. Anschließend gibt es ein Konzert des Ensembles „Kilimandscharo“ mit sechs jungen Schülern der Musikschule. Nach einem afrikanischen Büfett werden Yancouba und sein Ensemble vorführen, was afrikanische Lebensfreude bedeutet. Mitmachen ist erwünscht. Eine Augenweide sind auch die bunten afrikanischen Kostüme der Musiker. „Die Besucher sollen wissen, wer wir sind und warum wir hier sind“, betont Yancouba Badji. Der Eintritt ist frei.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen