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Heiligenstedten : Eigenheim im Grünen mit Großstadtflair

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Heimkehrer und Daheimgebliebene: Die Familien Steinhardt und Hinz fühlen sich am Schlosspark zuhause

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erstellt am 04.Mai.2013 | 08:55 Uhr

Heiligenstedten | Wo gibt es freie Grundstücke im Kreis Steinburg? Wo kann man seinen Traum vom Eigenheim verwirklichen? In einer Serie stellt unsere Zeitung jeden Monat ein Neubaugebiet in der Region vor. Heute: Heiligenstedten Ein Schild vorm Haus, leere Fenster, verlassene Räume. Neugierigen Blicken durch die Scheiben folgte ein Besichtigungstermin, bald stand fest: "Hier möchten wir wohnen." Beim Vorbeifahren entdeckten Gabi und Marc Steinhardt ihr künftiges Zuhause und wurden von dem Gedanken daran nicht mehr losgelassen. Als sie ihre schmucke Doppelhaushälfte am Schlosspark in Heiligenstedten bezogen, war ihr Heim noch "das erste Haus im Wind": links kein Haus, rechts kein Haus, nur die Mehrfamilienhäuser rund um den Endwässerungsteich waren bereits fertig gestellt. Damals mieteten sie das Friesenhaus im Süden des Neubaugebietes an, da sie sich vergrößern wollten. "Unsere Einliegerwohnung in der Anna-Seghers-Straße in Itzehoe-Wellenkamp wurde langsam zu klein", so Marc Steinhardt (43). "Die Wohnlage in Heiligenstedten gefiel uns von Anfang an gut, doch wir wollten erstmal sehen, wie sich das Gebiet entwickelt."

Heute, acht Jahre später, wohnt Familie Steinhardt noch immer hier, doch einiges hat sich verändert: Inzwischen sind sie Eigentümer des 1996 erbauten, 164 Quadratmeter großen Backsteinhauses und Eltern ihrer fünfjährigen Tochter Finja. Doch nicht nur die Familie hat Nachwuchs bekommen, auch das Neubaugebiet ist gewachsen. "Nachdem sich anfangs gar nichts tat, sind zuletzt von Jahr zu Jahr zwei bis drei Häuser dazu gekommen", berichtet Steinhardt. Inzwischen ist die gesamte Südseite bebaut.

Doch wer nun denkt, man stehe ständig unter Beobachtung, der irrt: Ein unverbauter Blick auf die Störwiesen und auf die Störbrücke sowie Sonne von morgens bis abends verwandeln den Garten hier in eine Oase. "Statt beim Nachbarn auf den Grill können wir weit über die Wiesen schauen", erklärt Marc Steinhardt. Entgegen vieler negativer Meinungen - größtenteils von Auswärtigen - versichert Gabi Steinhardt: "Die Brücke stört uns wirklich nicht." Lärmtechnisch stelle sie keine Beeinträchtigung dar und auch optisch störe sie nicht. Ganz im Gegenteil: Die Bogenbrücke strahle ein gewisses "Großstadtflair" aus und zudem können Abriss und Neubau "aus erster Reihe" beobachtet werden. "Wir würden nicht woanders wohnen wollen."

Auch die weiteren Vorzüge ihres Wohnortes wissen die Steinhardts zu schätzen: Viele Familien mit Kindern in Finjas Alter wohnen in unmittelbarer Nähe und "wir würden uns noch weitere junge Familien mit Kindern wünschen", erklärt Gabi Steinhardt. Die Spielstraße vor der Haustür ermöglicht es, dass die Kids allein zu ihren Freunden gehen, gemeinsam draußen spielen. Ein Spielplatz, für dessen Bau die Väter in Eigenleistung die nötigen Voraussetzungen geschaffen haben, erweitert seit zwei Jahren das Abenteuerangebot für die Kleinsten. Insgesamt sei die Nachbarschaft gut, "man kommt schnell ins Gespräch", so die 40-jährige. Aber auch zum Ortskern ist es nicht weit, mit dem Fahrrad über die Klappbrücke ist alles schnell zu erreichen, sogar der Kindergarten. Die Infrastruktur ist "sehr gut", Kindergarten, Schule und Sportverein sind nur einige Vorzüge des Ortes. Marc Steinhardt, der in Hamburg arbeitet, ist außerdem froh über die Nähe zur Autobahn. Für die Zukunft freuen sich Gabi, Marc und Finja Steinhardt auf die Erschließung ihrer Straße, die derzeit noch einer geteerten Schlaglochpiste gleicht. Noch diesen Monat wird der Ausbau beginnen.

Von den Vorzügen der gepflasterten Straße vor ihrer Haustür profitieren Karin und Wolfgang Hinz bereits seit einem Jahr: Das Ehepaar wohnt an dem Teil der Straße, der vom Sanddeich zum Schloss führt und bereits im letzten Jahr erschlossen wurde. Wie Familie Steinhardt fühlen auch sie sich hier "pudelwohl". "Dabei war es gar nicht so geplant, dass wir direkt hier einziehen", erzählt Wolfgang Hinz. Wie seine Frau wurde auch er in Heiligenstedten hinterm Stördeich, nur wenige hundert Meter Luftlinie von seinem Häuschen entfernt, geboren. Doch bevor es das Paar 2009 in den Heimatort zurückzog, bereisten sie die Welt: Nach seinem Studium in Lübeck lebte und arbeitete Wolfgang Hinz als Vertriebler eines großen Pumpenherstellers im fünf-Jahres-Rhythmus in der Pfalz, in Saudi-Arabien, Ägypten, im Frankenland, am Bodensee und schließlich in Lauf im Nürnberger Land. "Heiligenstedten war weltweit verknüpft", scherzt er, der immer Kontakt zu seinen Freunden in der Heimat hielt. Deshalb stand für das Ehepaar beim Hauskauf fest: "Heiligenstedten muss sein."

Heute betreut er mehrere Standorte in Deutschland und Europa und ist in der Woche häufig beruflich unterwegs. "Weil es egal war, ob wir in Süddeutschland oder hier wohnen, sind wir gleich hier eingezogen, statt das Haus zu vermieten." Nachdem sie den Bungalow 2009 als Teilrohbau vom Bauunternehmer Stammer in Reher gekauft hatten, konnte das Paar den Innenausbau nach seinen Wünschen gestalten. An ihrem Zuhause schätzen sie die fußläufige Erreichbarkeit aller notwenigen Einrichtungen sowie die ruhige Lage mit schneller Anbindung nach Hamburg: "Wir hören vom Sanddeich und von der Autobahn nichts, nur wenn der Wind ungünstig steht. Aber man kann nicht alles haben." Gleichzeitig lobt Karin Hinz die Nachbarschaft und die "gelungene Mischung" aus Alt und Jung, aus Familien und Zurückkehrenden.

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