Zu wenig Durchschlagskraft : Eichedes A-Junioren lassen „Big Points“ liegen

Eichedes Cristian Peters (li.) scheint förmlich in der Luft zu stehen. Gifhorns Alberto Mendes hat in dem Kopfballduell keine Chance.
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Eichedes Cristian Peters (li.) scheint förmlich in der Luft zu stehen. Gifhorns Alberto Mendes hat in dem Kopfballduell keine Chance.

Fußball-Regionalliga: Stormarner kassieren beim 1:2 gegen Abstiegskandidat Gifhorn dritte Pleite in Folge.

shz.de von
22. November 2015, 16:40 Uhr

Der Trend zeigt nach unten. Nach einer furiosen Saison-Ouvertüre befinden sich die A-Juniorenfußballer des SV Eichede derzeit in einer Schwächephase. Der Aufsteiger in die Regionalliga kassierte beim 1:2 (1:2) gegen Abstiegskandidat Gifhorn die dritte Niederlage in Folge. „Wir haben heute richtige Big Points liegen gelassen“, sagte SVE-Coach Michael Clausen nach dem Spiel enttäuscht.

Schon nach zwei Minuten waren sämtliche taktischen Vorgaben der Hausherren über den Haufen geworfen: Luei Omar hatte die Gäste mit 1:0 in Front geschossen. „So kann man nicht verteidigen“, brach es nach dem Rückschlag aus Clausen heraus. Die Szene, die ihn so aufgebracht hatte: Nach eigenem Eckstoß verloren seine Spieler das Leder und drei Zweikämpfe hintereinander. „Das war ein ganz schlechtes Zweikampfverhalten mit schmerzlichen Folgen“, stellte der Coach fest.

Nach dem Rückstand versuchten die Gastgeber etwas intensiver in die Begegnung zu kommen, gingen in die Offensive, im Spiel nach vorn aber fehlten der finale Pass in die Tiefe und der Zug zum Tor. Trotzdem durften auch die Platzherren jubeln: Nach Flanke von Tom Wittig und Ablage von Kapitän Lasse Czeschel konnte Nieck Noor Naward das Spielgerät in die Maschen befördern. Der Jubel über den Ausgleich aber währte nur kurz. Drei Minuten später lag der SVE wieder zurück. Ein Stellungsfehler in der Defensivabteilung, ein Sonntagsschuss aus 24 Metern durch Omar, schon stand es 1:2.

Die „Young Bravehearts“ suchten die richtige Antwort, wollten nach vorn spielen – hatten aber weiterhin Schwierigkeiten, in den gegnerischen Strafraum zu kommen. Dagegen waren die Gäste aus Niedersachsen wesentlich gefährlicher. Sie besaßen zwei weitere Großchancen, die SVE-Keeper Jonas Marschner zunichte machte. So blieb es bis zum Halbzeitpfiff bei der knappen Führung für die Gäste.

Nach Wiederanpfiff gestaltete die Clausen-Elf die Partie zunehmend überlegen, spielte aber ihre Offensivaktionen zu selten effektiv zu Ende. „Wir hatten viele Ballkontakte, aber wir kamen nicht in die Spitze. Wir waren nicht durchschlagskräftig“, bemängelte Clausen. Gifhorn stand tief und lauerte auf Konter, spielte die Gegenstöße aber nicht optimal aus. So blieb es beim 1:2 aus Sicht der Stormarner.

„Wir haben uns diese Niederlage selbst zuzuschreiben. Da war wesentlich mehr drin. Nun müssen wir in den nächsten Spielen punkten, um nicht unnötig in die unteren Regionen der Tabelle zu geraten“, analysierte Clausen.

SV Eichede: Marschner – Reimers (72. Krajinovic), Newrzella, Naward (65. Galica), Ehlers, Hansen – Bieche, Czeschel, Brügmann – Wittig (46. Hackbarth), Peters.


SR: Nahrstedt (HH-Poppenbüttel).


Zuschauer: 100.


Tore: 0:1Omar (2.), 1:1 Naward (14.), 1:2 Omar (17.).


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