Ehrung & Enthüllung: Ein Weg für „Schwester Emmi“

Peter Lange, stellvertretender Bürgermeister, Oliver Mesch, Amtsarchivar und künftiger Bürgermeister, Hans Heinrich Stephani und Inge Bork enthüllten das Schild des neuen Weges. Fotos: maurer
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Peter Lange, stellvertretender Bürgermeister, Oliver Mesch, Amtsarchivar und künftiger Bürgermeister, Hans Heinrich Stephani und Inge Bork enthüllten das Schild des neuen Weges. Fotos: maurer

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15. Juli 2014, 16:16 Uhr

Sie war unkonventionell und geradeheraus, für sie stand der Mensch im Mittelpunkt ihrer Arbeit als Gemeindeschwester und viele ältere Trittauer kennen sie noch persönlich. Gestern wurde „Schwester Emmi“, wie die frühere Gemeindeschwester Emilie Caroline Stephani meist nur genannt wurde, mit einem eigenen Weg geehrt. Die neue Erschließungsstraße für die rückwärtigen Grundstücke der Rausdorfer Straße, links abgehend von der Straße Hauskoppelweg, trägt jetzt den Namen „Schwester-Emmi-Weg“.

Der stellv. Bürgermeister Peter Lange und der künftige Bürgermeister Oliver Mesch weihten das Schild mit dem Neffen von Schwester Emmi, Hans-Heinrich Stephani, und der Nichte Inge Bork gemeinsam ein, die das Schild enthüllten. Zuvor hatte Mesch in seiner Eigenschaft als Noch-Archivar des Amtes Trittau die Laudatio auf das Wirken Stephanis gehalten: Schwester Emmi war nach ihrer Krankenpflegerausbildung, inspiriert durch ihre Mutter, die aus Schleswig-Holstein stammte und die sie lange gepflegt hat, nach Trittau gekommen. Als Schwester für das Amt Trittau, später nur noch für den Ort, war Emmi Stephani 37 Jahre tätig. Zuerst war sie mit dem Fahrrad unterwegs, später mit dem Motorrad, was seinerzeit zu Irritationen führte, denn die Schwester fuhr in Hosen. Auch nach ihrer Pensionierung blieb Emilie Stephani ihrem Ort treu, war oft im Schwimmbad zu sehen.

Hans-Joachim von Hartz, der als „engagierter Bürger“ die Namensgebung im Gemeinderat angeregt hatte, brachte ein Bild mit vom Abschwimmen im September 2005, dass sie mit Bürgermeister Walter Nussel zeigt.

Stolz waren Neffe und Nichte: „Nicht jeder wird mit einem eigenen Weg geehrt. Das ist eine große Ehre, wir sind unheimlich stolz.“




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