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Trittau : Ehemaliges Sonnenstudio wird Kindertagesstätte

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Gemeinde investierte 70 000 Euro in ein Provisorium an der Bahnhofstraße. Jetzt soll in Ruhe ein Neubau geplant werden.

„Der Druck ist erst einmal weg“, sagt Susanne Dietrich, in der Gemeindeverwaltung Trittau zuständig für Krippen und Kindergärten, „jetzt können wir in Ruhe planen“. Und auch Bürgermeister Oliver Mesch ist froh über die Lösung, auch wenn sie nur „provisorisch“ ist. In einem ehemaligen Sonnenstudio an der Bahnhofstraße 56 entsteht derzeit eine neue Kindertagesstätte – die siebente in Trittau.

Eigentlich sollte im Bereich Lessingstraße/Goethering eine sechszügige Kita neu gebaut werden. Aber: Die Anlieger protestierten und auch die Umweltschützer legten Einspruch ein. „Das war Haselmaus-Erwartungsland“, muss Oliver Mesch einwenig lachen, „und dann war da noch die Zauneidechse.“ Beide Tierarten, das stellte sich heraus, waren dort nicht heimisch – aber die Zeit zum Handeln drängte.

Die Gemeindevertretung entschloss sich zu einem unkonventionellen Schritt - und mietete für drei Jahre die rund 170 Quadratmeter große Ladenfläche (dort war einst auch die Drogerie Seifen-Gerken beheimatet) an. Im Februar/März begannen die Umbauarbeiten und ab dem 1. Juni können zwei Gruppen mit jeweils zehn Kindern im Alter zwischen sechs Wochen und drei Jahren einziehen.

Es gibt zwei Gruppenräume, einen Schlafraum, eine kleine Küche, Sanitäranlagen und einen Personalraum. Der Clou sind die riesigen Schaufensterscheiben zur Bahnhofstraße, „da werden sich die Kleinen vermutlich die Nasen plattdrücken und die Autos beobachten“, sagt Annika Lewels, die die Bauleitung hatte. Die Scheiben bestehen aus Sicherheitsglas und kein Kind kann unkontrolliert aus dem Eingang auf die vielbefahrene Bahnhofstraße – der Türgriff ist unerreichbar für kleine Kinderarme.

Geplant ist das „Provisorium“ für zunächst drei Jahre, in der Zwischenzeit gehen die Planungen für einen Neubau weiter. Zieht die Kita irgendwann in neue Räume, soll die Einrichtung Tagesmüttern zur Verfügung gestellt werden. „Die Lösung mit dem Laden ist auf jeden Fall günstiger, als eine Containerlösung“, sagt Susanne Dietrich. Rund 70  000 Euro investierte die Gemeinde, dazu kommen noch etwa 20  000 Euro für die Einrichtung. „Wir haben zum Teil gebrauchte Einrichtungsgegenstände gekauft“, betont Oliver Mesch.

Die Kita ist an fünf Tagen von 7.30 Uhr bis 14, beziehungsweise 16 Uhr geöffnet, noch sind einige Plätze frei. Ein weiterer neuer Standort ist noch neben dem Markant-Markt an der Hamburger Straße in der Planung.






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