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Stormarner Tageblatt

24. November 2017 | 16:15 Uhr

Bad Oldesloe : „E-Sprit“ aus der Zapfsäule

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die erst „Tankstelle“ für Elektrofahrzeuge in Oldesloe ist auf dem Exer eingeweiht worden. Insgesamt gibt es bereits 35 Ladesäulen im Kreis. Die Stadtwerke sehen großes Potenzial.

shz.de von
erstellt am 17.Okt.2017 | 06:00 Uhr

Schnell in die Innenstadt und shoppen oder ins Kultur - und Bildungszentrum, dabei kostenlos in der Nähe parken und dann auch noch das eigene E-Mobil aufladen. Auf zwei Stellplätzen am Oldesloer Exer ist das ab sofort möglich. Im Namen der Vereinigten Stadtwerke eröffnete Manfred Priebsch gestern die erste entsprechende Säule.

Um das Angebot nutzen zu können, benötigen die Fahrzeughalter die entsprechende Abrechnungskarte der VSG oder eines E-Automobil-Herstellers, dessen Anschlüsse und Karten kompatibel sind. „Es ist unsere siebte Anlage in unserem Geschäftsgebiet. Wir selbst haben Karten an 35 E-Mobil-Halter ausgegeben. Das ist natürlich nicht viel, aber wir sehen dieses Segment als einen echten Zukunftsmarkt“, erklärt Priebsch.

Die Kooperation mit der Stadt Bad Oldesloe, der der Exer gehört, sei sehr unkompliziert und positiv. „Wir müssen natürlich immer schauen, wo es die richtigen Stellen gibt, weil wir ja die entsprechenden Kabel verlegen müssen und es eine Möglichkeit für die Kunden geben muss, die Säule gut zu erreichen und zu nutzen, das ist hier perfekt. Die einzige Einschränkung sind Großveranstaltungen wie Vogelschießen, an denen dann diese Parkplätze leider nicht anfahrbar sind, aber das ist zu verschmerzen“, so der VSG-Mann. Seine Vision sei, dass eines Tages die komplette Parkreihe in Richtung Kunstrasenplatz exklusiv für E-Fahrzeuge inklusive der entsprechenden „Tanksäulen“ ausgestattet wird. „Das hängt natürlich von der Nachfrage ab, aber mein Eindruck ist, dass die in den nächsten Jahren immer weiter ansteigen wird. Momentan bieten wir diese Säulen nicht an, um damit den großen Gewinn zu machen“, sagt Priebsch. Die Errichtung habe 13  000 Euro gekostet, sei aber ein Stück weit eine Imagemaßnahme. „Natürlich ist der angebotene Strom zu 100 Prozent Ökostrom“, so Priebsch.

Ein E-Fahrzeug, das ungefähr mit 20 Kilowatt betankt werden muss, könne in einer Stunde geladen werden. Eine Kilowatstunde koste 27 Cent. Somit sei ein Mal „volltanken“ für 5,40 Euro zu haben. „Mit unseren Firmen-E-Fahrzeugen könnte ich dann damit rund 150 Kilometer fahren. In den meisten Fällen werde die Strecke ja aber sicherlich kürzer sein, weil man das Fahrzeug zum Einkaufen nutzt oder für kleine Dienstfahrten, dann ist hier eine gute Gelegenheit um zwischenzuladen“, erläutert Priebsch das Konzept.

Inklusive der neuen Säule auf dem Exer gibt es aktuell 35 dieser E-Tankstellen in ganz Stormarn. Für einige Fahrzeugtypen werden bestimmte Ladestationen benötigt oder die Ladezeiten sind deutlich länger. „Ein Tesla ist da natürlich nochmal was anderes als ein kleiner VW Up. Auch in Sachen Akkus sind die Hersteller da dran. Momentan halten die im Winter schlechter als im Sommer und es sollte in Sachen Reichweiten da noch was passieren“, sagt Priebsch. Die Bundesregierung möchte übrigens bis 2020 das Ziel von einer Million Elektroautos in Deutschland erreichen.

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