Bad Oldesloe : E-Autos für Pendler in der Metropolregion Hamburg

VW beteiligt sich an einem Projekt zur Förderung von E-Mobilität unter Pendlern in der Metropolregion. Foto: Volkswagen AG
VW beteiligt sich an einem Projekt zur Förderung von E-Mobilität unter Pendlern in der Metropolregion. Foto: Volkswagen AG

Spätestens ab Juni können geförderte E-Autos geleast werden. Inzwischen gibt es genug Ladesäulen in Stormarn.

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07. März 2018, 06:00 Uhr

Mit dem geleasten Elektroauto zur Arbeit nach Hamburg? Pendler aus der Metropolregion sollen das testen können. Im Rahmen des „Sofortprogramms Saubere Luft“ des Bundes für eine Abgasminderung in belasteten Städten wurde das Projekt „Pendlerströme unter Strom“ entwickelt.

700 Pendler aus den Kreisen Pinneberg, Segeberg, Stormarn, dem Herzogtum Lauenburg, Harburg und Stade sollen Elektrofahrzeuge zu besonderen Konditionen leasen können. „Um eine konkrete Umsetzungsstrategie für eine mittel- und langfristige Elektrifizierung von Pendlerverkehren in Metropolräumen entwickeln zu können, sollen die Einpendler nach Hamburg exemplarisch aus den sechs frequenzstärksten Kreisen und Landkreisen der Metropolregion in ein bislang einmaliges Modellprojekt eingebunden werden“, heißt es in der Sitzungsvorlage für den Umweltausschuss, der Mittwoch, 7. März, um 18.15 Uhr im Raum D 132 der Mommsenstraße 11 tagt.

Bei dem Projekt machen die Hersteller VW und Peugeot mit, die ihre E-Fahrzeuge zum Leasing anbieten. Die Förderanträge wurden bereits unter Koordination der hy-Solutions GmbH beim Bundesverkehrsministerium eingereicht. Für das Projekt stehen vier Millionen Euro zur Verfügung. Mit dem Geld sollen die Leasing-Raten auf das Niveau von Benzin- oder Diesel-getriebenen Fahrzeugen gebracht werden. Für die Kreise fallen keine Kosten an, außer dass sie gemeinsam mit hy-Solutions dafür werben sollen. Geleast wird nicht nur das E-Auto, sondern auch eine Wallbox, damit das Fahrzeug Zuhause geladen werden kann.

Stormarns Klimaschutzbeauftrage Isa Reher geht davon aus, dass Interessenten die Anträge ab Mai oder Juni direkt bei den Leasing-Gesellschaften stellen können. Sie rechnet mit einem Erfolg des Projekts, weil Stormarn mittlerweile über eine sehr gute Ladeinfrastruktur verfügt. Die Zahl der Ladesäulen ist innerhalb eines Jahres von 15 auf mehr als 40 gestiegen – ohne die Schnellladesäulen mit mindestens 43 kw längs der Autobahn. Die gibt es in Reinfeld (bei Famila und an der Raststätte Trave), auf beiden Seiten der Budddikate, in Ahrensburg sowie bei BMW in Barsbüttel. 30 bis 60 Minuten dauert eine Schnellladung auf 80 Prozent der Batterie-Kapazität – dann wird wegen Überladungs-Gefahr bei großer Stromstärke abgeschaltet. Noch schneller sind die acht Tesla-Ladesäulen in Braak. An heimischen Wallboxen dauert das Laden mit Drehstrom im Schnitt anderthalb bis drei Stunden, mit nur 220 Volt mehr als das Doppelte.

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