zur Navigation springen

Amok-drohung in Bargteheide : Drohung an Toilettentür im Kopernikus Gymnasium

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Polizei und Schulleitung nehmen den Vorfall ernst, verfallen aber nicht in Hektik

„Ich war hier und töte euch alle am 120315 Amok.“

Das war am Donnerstag in einer Jungentoilette des Kopernikus Gymnasiums zu lesen. Mit einem roten Filzstift hatte ein Unbekannter diesen Satz auf eine Tür geschrieben. Nachdem Mitarbeiter der Schule ihn entdeckt hatten, informierte die Schulleitung die Polizei.

Schulleitung und Polizei gehen bislang nicht davon aus, dass es sich um eine ernsthafte Drohung handelt.

„Eine Amok-Lage mit Zeitvorgabe ist absolut untypisch“, sagt Andreas Dirscherl, Polizeidirektion Ratzeburg. Trotzdem wird die Polizei am Donnerstag kommender Woche Präsenz im Schulzentrum Bargteheide zeigen, und es wird auch Kontrollen geben. Dirscherl: „Das heißt, dass Beamte an den Türen stehen und auf auffällige Verhaltensweisen achten.“ Rucksackkontrollen seien aber nicht geplant.

Das wurde mit der Schulleitung des Kopernikus Gymnasiums vereinbart, „um der bestehenden Unsicherheit bei Eltern, Schülern und Lehrern Rechnung zu tragen, Holger Meier, Sprecher der Polizei Direktion. Kollegium, Eltern und benachbarte Schulen waren in einer Rundmail informiert worden. Die versetzte aber viele Empfänger in Angst und Schrecken, weil im Text der Hinweis fehlte, dass man eher von einem Streich ausgeht. Deshalb soll am Donnerstag, 12. März, auch ganz normal Unterricht stattfinden.

Auf dem Schulhof und in den sozialen Netzwerken war die Drohung schnell zum bestimmenden Thema geworden. „Natürlich sprechen die Schüler über die Schmiererei, aber niemand bricht hier vor Angst zusammen“, sagt Rektorin Brigitte Menell, „wir rücken alle ein wenig zusammen und versuchen, den normalen Schulalltag zu leben.“

„Wir nehmen die Sache ernst, verfallen aber nicht in Hektik“, sagt Bürgermeister Henning Görtz. Ähnlich äußert sich Karsten Witt, Leiter der Polizeizentralstation: „Wir werden gewisse Vorsichtsmaßnahmen treffen und in den kommenden Tagen erhöhte Präsenz zeigen.“ In den kommenden Tagen soll im Umfeld der Schule nach Hinweisen auf den Täter geforscht werden.

Der Schriftzug selbst lasse leider wenig Rückschlüsse auf den Täter zu. „Die Drohung war mit einem normalen roten Filzstift geschrieben, davon werden täglich Tausende verkauft“, so Dirscherl. Ein möglicher Hinweis könnte ein Rechtschreibfehler sein. „Der Satz war nicht vollkommen korrekt geschrieben“, bestätigte Bargteheides Polizeichef Karsten Witt. Konkret wollte er den Fehler aber nicht nennen – „Täterwissen“.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen