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Fachkräftemangel : DRK in Not: Es fehlt an qualifiziertem Personal

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Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Kreisversammlung des DRK Stormarn im Reinfelder Claudiushof mit brisanter Thematik

shz.de von
erstellt am 14.Dez.2013 | 10:00 Uhr

Fachkräftemangel ist für das Rote Kreuz Stormarn zurzeit „die größte Herausforderung“, sagten DRK-Präsident Hans Lukas und der hauptamtliche Vorstand Udo Finnern bei der Mitgliederversammlung im Claudiushof. In allen Bereichen des DRK, bei Erziehern und Rettungsassistenten und ebenso wie bei Pflegekräften mache sich das deutlich bemerkbar. Es gebe erhebliche Nachwuchsprobleme.

Obwohl bis zum Jahr 2030 in Stormarn 2 500 zusätzliche Pflegekräfte benötigt würden, werde die Krankenpflegeschule in Bad Oldesloe geschlossen. Schon in der Vergangenheit hätten die Azubis ihre Ausbildung an solchen Schulen oft mit 200 Euro monatlich selbst finanzieren müssen. Das DRK habe deshalb bei der Politik in Stormarn angeregt, eine Ausbildung zum Kranken- und Altenpfleger im dualen System anzubieten. Das scheitere bislang jedoch an der Gesetzeslage.

Den Delegierten aus allen zwölf Ortsvereinen konnten Lukas und Finnern von einer positiven Mitgliederentwicklung berichten. Aufgrund „weiterer Anstrengungen im Bereich der Werbung“ sei die Zahl der Rot-Kreuzler von 5671 auf 5986 Ende 2012 gestiegen. Das DRK Stormarn hat zurzeit 1 100 Mitarbeiter, 600 Haupt- und 500 Ehrenamtliche. Den Ausbau der Kindertagesstätten trieb man weiter voran. In Trittau wurde eine neue Kita eröffnet. In Ammersbek wurde eine Krippe angebaut, in Wichtelhausen in Bad Oldesloe ein Anbau für zwei Krippengruppen geschaffen, in Ahrensburg eine neue Krippe für zwei Gruppen am Niebüllweg gebaut.

Die fünf begleiteten Reisen in diesem Jahr – drei innerhalb Deutschlands und zwei nach Mallorca – wurden wieder sehr gut angenommen. Die Reise ins Saaletal musste wegen der Flut abgesagt werden. 2014 wird Kolberg/Polen zusätzliche ins Programm aufgenommen. Das DRK ist nach wie vor die einzige Organisation in Stormarn, die den Müttern eine Kurvermittlungsstelle anbietet. 65 Mutter-Kind-Kuren wurden vermittelt, 18 mehr als 2012. Das fast 400 Erste-Hilfe-Kurse wurden von 4 718 Teilnehmern besucht. Beim Rettungsdienst gab es bei den Notfällen eine Steigerung, Krankentransporte sind rückläufig.

Kreisbereitschaftsleiter Reiner Wöltje informierte über die Einsätze des abgelaufenen Jahres, unter anderem bei der Hochwasserkatastrophe in Lauenburg und beim Rockfestival in Wacken. Außerdem fand auf dem Hindenburgdamm eine große Übung mit 600 Helfern statt.
Die Leiterin des Jugendrotkreuzes (JRK), Carola Schilling, berichtete , dass das JRK ständig auf Nachwuchs-Suche ist.





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