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Stormarner Tageblatt

20. Oktober 2017 | 20:59 Uhr

DRK Ahrensburg in Not

vom

Ortsverein muss sich neue Bleibe suchen, weil die Stadt eine Erweiterung der Schlossschule plant

shz.de von
erstellt am 15.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Ahrensburg | Das Deutsche Rote Kreuz in Ahrensburg hat große Sorgen. Denn der Mietvertrag für das bisherige Domizil in der Schulstraße 10 a ist zum Jahresende gekündigt worden. Zwar gehört der etwa 400 Quadratmeter umfassende Pavillon der Hilfsorganisation. Doch das Grundstück gehört der Stadt. Und die plant hier eine Erweiterung der Schlossschule, um die Kinder aus dem geplanten Neubaugebiet Erlenhof Süd zu versorgen.

Durch eine Vertragsklausel hat sie sich dieses Kündigungsrecht gesichert. Geplant wird hier ein zweigeschossiges Gebäude, in dem auch die Woldenhorn-Schule Räume erhalten soll.

"Erst vor zwei Jahren haben wir renoviert und neue Fenster einbauen lassen", bedauert DRK-Vorsitzender Rudolf Dorsch die Entwicklung. Die Suche nach einer Bleibe wird durch schmale Budget des Ortsvereins erschwert. Er finanziert sich durch die geringen Mitgliedsbeiträge und Überschüsse aus dem Kursangebot in der Schulstraße.

Hier werden unter anderem Baby-Kurse nach dem Pekip-Konzept, Tanz, Gymnastik, Yoga und Qui Gong angeboten. Dafür stehen zwei Räume zur Verfügung. Außerdem ist die Kleiderkammer hier angesiedelt und die Blutspender werden von hier aus mit Imbissen und Getränken versorgt.

"500 Euro monatlich könnten wir an Miete bezahlen", hat Dorsch ausgerechnet. Das entspricht in etwa dem Überschuss, den der Verein 2012 erwirtschaftet hat. Auch kleinere Räume kämen infrage, 250 m² würden für die Arbeit der Hilfsorganisation ausreichen. "Die Kleiderkammer könnte auch an einem anderen Standort als die anderen Dienste arbeiten", sagt Dorsch. Wichtig sei aber, dass die Standorte mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder fußläufig erreichbar blieben.

1985 hatte der Ortsverein den Pavillon für damals 10 000 D-Mark gekauft, die über zehn Jahre abgezahlt wurden. Er war zunächst provisorische Unterkunft für die Geschäftsstelle und die Richter am Amtsgericht. Hier fanden sie eine Bleibe, bis der Neubau des Gerichts fertig war. Der Altbau wurde zuvor durch eine Brandstiftung vernichtet. Der 32 Jahre alte Holzbau kann nach Ansicht von Experten nicht mehr ab- und wieder aufgebaut werden. Bisher gibt es noch keine konkrete Alternative. "Uns wurde das Gemeindehaus St. Johannes vorgeschlagen", sagt Dorsch. Aber aus dem Streit in der Kirchengemeinde um dessen Zukunft möchte sich der Ortsverein heraushalten.

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