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Bürgermeisterwahl Trittau : Dreikampf um Nussel-Nachfolge

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die CDU schickt Thomas Mertens-Ammermann ins Rennen um die Bürgermeister-Nachfolge. Oliver Mesch hat als unabhängiger Kandidat fast 300 Unterstützer gewonnen.

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erstellt am 13.Feb.2014 | 10:39 Uhr

Das war eine Überraschung: Thomas Mertens-Ammermann ist der Bürgermeisterkandidat der CDU. In den letzten Wochen war dies das bestgehütete Geheimnis in Trittau, jetzt wählte die Partei den früheren Bürgervorsteher einstimmig zum Kandidaten. „Wir haben einen Kandidaten gefunden, der das Amt gut ausfüllen kann“, betonte der Vorsitzende des CDU-Ortsverbands, Bernd Geisler.

20 Jahre lang ist der Rechtsanwalt mit dem Schwerpunkt Verkehrsrecht schon politisch tätig, davon zehn Jahre lang, bis zu den Wahlen im vergangenen Jahr, als Bürgervorsteher. Damals zog er sich auf eigenen Wunsch zurück. Warum jetzt die Umkehr? „Trittau liegt mir am Herzen, den Job kann ich, den mache ich“, sagt Mertens-Ammermann, wie er auf die Anfrage seiner Parteifreunde nach Rücksprache mit seiner Frau reagierte.

Der 50-Jährige sieht das Bürgermeisteramt auch nicht vorrangig als politisches Amt, sondern als Verwaltungsaufgabe an, wenngleich er sich natürlich mit den Politikern auseinandersetzen muss. „Ich möchte Trittau in die Zukunft begleiten und alles ändern, was jetzt nicht funktioniert“, so Mertens-Ammermann. Was das genau ist, was nicht funktioniert, wollte er noch nicht konkretisieren, nannte aber die Haushaltskonsolidierung sowie die Fortführung des Straßenausbaus mit einem Schwerpunkt auf Fahrradwege als Ziele.

Als Kenner der politischen Landschaft fühlt er sich der Aufgabe gewachsen und betont seine persönlichen Stärken: „Was ich sage, mache ich, Zusagen werden eingehalten. So viel Ehrlichkeit muss mir nach 20 Jahren in der Politik erstmal jemand nachmachen. Ehrlichkeit tut auch dem Bürgermeisteramt gut“, betont Mertens-Ammermann und kündigt einen sachlichen und fairen Wahlkampf an. Würde er gewählt, wäre das ein totaler Umbruch seiner beruflichen Laufbahn. Seine Anwaltkanzlei müsste er schließen, seine Zulassung zurückgeben. Seinen Hobbys könnte er allerdings auch als Bürgermeister treu bleiben: Da wären sein Hund und das Tanzen, auf dem politischen Parkett sicher gut brauchbar.

Wer sich mit Thomas Mertens-Ammermann unterhalten möchte, hat eine erste Gelegenheit bei einem Frühschoppen der CDU am Sonnabend, 23. Februar in der Schützenhalle. Ab 11 Uhr kann man den CDU-Bewerber dort treffen.

Zwei weitere Kandidaten hatten sich bereits um das Amt des Bürgermeisters beworben: Dr. Katherine Nölling aus Grönwohld und Oliver Mesch aus Trittau. Katherine Nölling ist Volkswirtin und arbeitet in einer Unternehmensberatung. In Grönwohlds Gemeindepolitik ist sie seit 2003 im Gemeinderat, als Mitglied im Finanzausschuss und Vorsitzende des Kindergartenbeirats tätig. Zudem ist sie Fraktionsvorsitzende der SPD Grönwohld und arbeitet im Arbeitsausschuss des Schulverbandes sowie im Personal- und Sozialausschuss mit.

Oliver Mesch ist gebürtiger Trittauer und kennt den Ort und die Region als Historiker auch aus historischer Sicht. Er ist bekannt als Archivar des Amtes und der Gemeinde Trittau sowie als Geschäftsführer der Wassermühle. Mesch tritt als unabhängiger Bewerber an. Der parteilose Kandidat für das Bürgermeisteramt in Trittau, hat jetzt seine Bewerbungsunterlagen in der Gemeindeverwaltung Trittau eingereicht. In einem prall gefüllten Ordner übergab der 42-jährige Trittauer fast 300 Unterstützungsunterschriften an Gemeindewahlleiter und Bürgermeister Walter Nussel.

Für Kandidaten, die nicht von einer Partei oder Wählergruppe nominiert werden, schreibt das Gesetz fünfmal so viele Unterschriften vor wie es Sitze in der Gemeindevertretung gibt. Oliver Mesch hätte demnach 95 Unterschriften für seine Bewerbung benötigt. Gemeinsam mit seinen Helfern hatte er fast 300 Unterstützer für seine Kandidatur gewinnen können.

Wer die Nachfolge des langjährigen amtierenden Bürgermeisters Walter Nussel antritt, der auf eigenen Wunsch nicht wieder kandidiert, entscheidet sich am Sonntag, 25. Mai, an dem auch die Europawahl stattfindet. Erhält keine der drei die absolute Mehrheit, so wird die Stichwahl der beiden Bestplatzierten 14 Tage später erfolgen.

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