Oldesloe feiert : Drei Tage nur Party

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Nur noch sechs aktive Mitglieder des altStadt-Vereins haben das Stadtfest auf die Beine gestellt. Von Freitag an wurde in Oldesloe gefeiert. Von lautem Rock über leise Töne bis hin zu stillen Paddeltouren war alles dabei.

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16. Juni 2014, 06:00 Uhr

Ja, das war wieder ein schönes Stadtfest. Lange Zeit waberte das Gerücht durch die Stadt, es werde dieses Mal kein Stadtfest geben. Doch die Macher vom altStadt-Verein haben es allen gezeigt. Von Freitag bis gestern Abend war Party in der Innenstadt angesagt. Auf und vor allem vor den Bühnen steppte drei Tage der Bär. Die Fußgängerzone war voller Buden, teilweise war kein Durchkommen, tausende Besucher waren in der Stadt. Das bombastisch gute Wetter hatte natürlich seinen Teil zum Gelingen des Fests beigetragen.

Fast am Ende der Hindenburgstraße hatte die Chill-Out-Lounge Premiere und kam sehr gut an. Drei Geschäftsleute aus dem Bereich haben dort gemeinsam einen gemütlichen Bereich auf die Beine gestellt. Gerade so weit vom Trubel entfernt, dass es ruhig war und trotzdem nur wenige Schritte vom Partytreiben entfernt.

Der altStadt-Verein ist auf mickerige sechs aktive Mitglieder geschrumpft. Da lastet viel Arbeit auf den Einzelnen. „Wir haben gekämpft, um das Fest auf die Beine zu stellen“, gab Vorsitzender Burkhard Boje zu. Und dann musste mit Hako auch noch der Wegfall eines Großsponsors kompensiert werden. Das hat die Organisatoren zu Sparmaßnahmen gezwungen. Die Etats für die Bands, Bühnen und Technik sowie Sicherheit seien nicht gekürzt worden. Noch sind nicht alle Posten abgerechnet, doch der Vorsitzende geht davon aus, das bunte Treiben mit einer schwarzen Null abschließen zu können.

62 Standbetreiber hatten den Weg in die Innenstadt gefunden – mehr als sonst. „Ich weiß, dass es wieder weniger aussah, ist aber so“, erläuterte Vorstandsmitglied Petra Schulz. Allein, die Vielzahl der Stände sagt noch nichts über die Qualität eines Fests aus. Teilweise wurde Kritik laut, dass altStadt vor Jahren mit einem anderen Anspruch angetreten sei.

Musiker, die auf der Hude spielten, bemängelten den schlechten Sound an der Bühne. „Das war absoluter Murks“, sprach Geiger Manfred Brembach Klartext. Dog-Hill Frontmann Ed Kretz fand ähnlich deutliche Worte.

Die Kindermeile am Heiliggeist konnte leider längst nicht an die Vielfalt vergangener Stadtfeste heranreichen. Da hatte Oldesloe schon deutlich mehr zu bieten.

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