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Auszeichnung : Drei Sieger – aber neun Gewinner

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Den Titel „Sportler des Jahres“ räumen mit Alica Gebhardt und John Schlegl zwei Teenager ab. Die Triathleten aus Bargteheide werden „Mannschaft des Jahres“.

Wenn Athleten aus den Sportarten Badminton, Basketball, Leichtathletik, Fußball, Tischtennis oder Rettungsschwimmen zusammenkommen, ist zumeist die Zeit der Ehrung der „Sportler des Jahres“ angebrochen. Kein anderes Event führt die Besten unterschiedlichster Sportarten für ein paar gesellige Stunden zusammen, wie der Festakt des Kreissportverbandes (KSV) Stormarn, der auch in diesem Jahr im Foyer der Oldesloer Sparkasse über die Bühne ging. Wie schon in den beiden Vorjahren setzten die Veranstalter auf ein überarbeitetes Gesamtkonzept, das an einigen Stellen noch eine Feinjustierung erfahren hatte. Für den musikalischen Rahmen sorgte wie schon 2015 Stella Bandemer aus Ahrensburg, die Indie-Pop-Songs vortrug. Durch den Abend führten erneut Henrik Bagdassarian (Hamburger Abendblatt) und Patrick Niemeier (Stormarner Tageblatt) als fachkundige Moderatoren. Beide gehörten auch zur Jury, die im Vorwege nach Rücksprache mit ihren Redaktionen gemeinsam mit den Lübecker Nachrichten und dem Kreissportverband die Kandidaten in den drei Kategorien vorgeschlagen hatten. Anschließend gaben mehr als 2  000 Leser der drei Tageszeitungen ihre Stimme für ihren Favoriten ab. „Es war erneut eine sehr gute Resonanz seitens der Leser“, sagte Verena Lemm, Geschäftsführerin des KSV Stormarn, erfreut.

Jeden Nominierten stellten die Moderatoren während der Feierstunde mit ein paar einleitenden Sätzen vor, ehe es ein kurzes Interview und eine – mit passender Musik untermalte – individuelle Foto-Show gab. „Die gesamte Gestaltung der Veranstaltung hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verbessert und ist auf einem schönen Niveau angekommen“, sagte Volker Schinkewitz von der Sparkasse Holstein, erfreut über den gelungenen Abend.

Noch mehr freuten sich allerdings die Sieger in den drei Kategorien. Bei den Frauen machte Alica Gebhardt (DLRG Bad Oldesloe) das Rennen. Die Deutsche U  18-Meisterin und Team-Weltmeisterin im Rettungsschwimmen war „einfach nur mega-happy“, nachdem sie die Auszeichnung in Empfang genommen hatte. Für die 18-Jährige war der Titel „Sportlerin des Jahres“ auch ein Sieg für ihren Sport, der noch immer ein Schattendasein in der öffentlichen Wahrnehmung fristet. Gebhardt gehört bundesweit zu den größten Talenten im Rettungsschwimmen. Auf Platz zwei schaffte es Leichtathletin Sabrina Schröder (16) vom VfL Oldesloe. Rang drei ging an Judoka Mascha Ballhaus (15) vom TSV Glinde.

Auch bei den Männern durfte sich ein Youngster über den Platz ganz oben auf dem Siegerpodest freuen. Mehrkämpfer John Wesly Schlegl (15) vom Ahrensburger TSV nahm die Auszeichnung mit der für ihn typischen Coolness entgegen. Passenderweise war die Bilder-Show für den auch als Saxofonisten der Ahrensburger Big Band aktiven Mehrkämpfer mit Jazzklängen unterlegt worden. Auf die Frage, wie viele Titel er denn in der vergangenen Saison gewonnen habe, antwortet Schlegl gewohnt unaufgeregt: „Das, was in der Zeitung stand, stimmt wohl schon. So genau weiß ich das nämlich gar nicht“. Der Titel „Sportler des Jahres“ sei natürlich eine „coole Sache und zusätzliche Motivation“. Auf Rang zwei landete Badminton-Youngster Daniel Seifert (TSV Trittau) vor Tischtennis-Oldie Wang Yansheng vom Drittligisten SV Siek. Beide konnten aufgrund von anstehenden Punktspielen nicht an der Veranstaltung teilnehmen.

Zur „Mannschaft des Jahres“ wurde erstmals in der 22-jährigen Geschichte der Sportlerwahl ein Doppel-Team gekürt: Das Männer- und Frauen-Team der Triathlonsparte des TSV Bargteheide, die beide in der abgelaufenen Saison den Aufstieg in die 2. Bundesliga gefeiert hatten. „Wir bedanken uns bei allen Unterstützern und den Organisatoren dieser Feierstunde. Danke, das war echt gelungen“, sagte Mannschaftskapitänin Bettina Lange. Der zweite Platz ging an die Fußballerinen vom SSC Hagen Ahrensburg, die sich in der SH-Liga die Meisterschaft gesichert hatten. Bronze ging an die in die 1. Regionalliga aufgestiegenen Basketballerinnen der Ahrensburg Twisters.

„Ich möchte betonen, dass alle Nominierten herausragende Sportler sind. Allein die Nominierung ist somit schon als Würdigung zu sehen“, sagte KSV-Vorsitzender Adelbert Fritz. Ein dritter Platz bei der Sportlerwahl des Jahres sei demnach keinesfalls eine Niederlage.

Doch nicht nur die Nominierten hatten Grund zur Freude. Denn wer sich an der Wahl beteiligt hatte, konnte ebenfalls etwas gewinnen. Den Leserpreis sicherte sich Margot Werner aus Bad Oldesloe (75), die sich nun auf eine dreitägige Kreuzfahrt auf der Ostsee freuen darf.

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