Drei „Mitbewohnerinnen“ aus lauter kleinen Steinchen

Li aus China hat einer der drei Mosaik-Damen ihr Gesicht gegeben.
Li aus China hat einer der drei Mosaik-Damen ihr Gesicht gegeben.

shz.de von
11. Mai 2015, 13:46 Uhr

Drei „neue Mitbewohnerinnen“ haben eine vorübergehende Heimat in der Volkshochschule gefunden, sagt VHS-Leiterin Karin Linnemann und präsentiert im 1. Stock der VHS das sichtbare Ergebnis des „Project: in-Case“: Drei Damen aus lauter kleinen Steinchen werden bis zum Umzug ins Kultur- und Bildungszentrum (KuB) von der Wand aus grüßen. Viele umso lebendigere Frauen rund um die aus England stammende Künstlerin Siobhan Tarr haben die drei lebensgroßen Mosaiken zusammengesetzt. Die Frauen leben alle in Bad Oldesloe, stammen aber aus den unterschiedlichsten Ländern. 45 Frauen aus 36 Nationen waren auf unterschiedliche Weise am „Project: in-Case“ beteiligt. Die Dinge, die in den drei Koffern, die die Mosaik-Damen tragen, zu sehen sind, haben viel mit der Geschichte der am Kunstwerk Beteiligten zu tun. Jede Teilnehmerin sollte etwas vorzeigen, was sie aus der Heimat mitgenommen hat und was ihr sehr am Herzen liegt. Tarr fotografierte die Gegenstände ebenso wie die Gesichter von drei Teilnehmerinnen. Dass es technisch machbar ist, all diese Fotografien in ein Mosaik dauerhaft einzubringen, ohne sie einfach aufzukleben und so dem allmählichen Verfall auszusetzen, davon konnten die Besucher sich bei der Ausstellungseröffnung überzeugen. Viele der Mitwirkenden waren anwesend, leicht zu erkennen an den Papieraufklebern auf der Brust, der jeweils mit Namen und Heimatland gekennzeichnet war. Da traf man beispielsweise Paula aus Brasilien, Hilary aus Paraguay oder Fatima aus Peru. Wer die drei Porträtierten persönlich ausfindig machen wollte, suchte allerdings vergebens. Alle drei waren am Tag der Eröffnung verhindert.


zur Startseite

Kommentare

Leserkommentare anzeigen