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Oststeinbek : Dramatischer Einsatz: Pferd stürzt beim Sprung in einen Graben

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Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Stute „Kira“ kann sich nicht mehr selbst befreien, die Feuerwehr rückt aus. Doch das Pferd hat keine Kraft mehr.

Oststeinbek | Zwei Tierärzte und zahlreiche Feuerwehrleute kämpften über drei Stunden lang in Oststeinbek (Kreis Stormarn) um das Leben von Pferd „Kira“. Beim Galoppieren war die Stute in der Feldmark über eine Hecke gesprungen und in einen dahinter liegenden tiefen Graben gestürzt. Daraus konnte sie sich nicht mehr selbst befreien.

Die Helfer zogen das Pferd mit einer Schlinge aus dem Graben.
Die Helfer zogen das Pferd mit einer Schlinge aus dem Graben. Foto: Peter Wüst

In ihrer Not rief die Pferdehalterin nach der Feuerwehr. Mit ihrem Multistar rückten die Feuerwehrleute aus. Sie legten Bandschlingen um das Tier und hatten es sehr vorsichtig nach etwa 45 Minuten aus dem Graben herausgeholt. Doch das Tier konnte nicht mehr auf den eigenen Beinen stehen, mehrfach hatten die Retter dies versucht. Auch Infusionen und Medikamente, die der Tierarzt verabreichte, halfen nicht. Die Beine des Pferdes knickten immer wieder ein und es konnte keine Körperspannung aufbauen. Offenbar hatte sich die Stute beim Sturz schwere innere Verletzungen zugezogen.

Das zehn Jahre alte Pferd war schon zu schwach. Nach einem bewegenden Abschied von fünf Personen, die dem Tier offenbar sehr nahe standen, erlöste ein Tierarzt die Stute von ihrem Leiden und schläferte sie ein. Feuerwehr-Sprecher Christian Höft: „Das war auch für uns sehr traurig. Vor allem aber für die Pferdehalter schien es ein schwerer Schlag zu sein – das Pferd war anscheinend so etwas wie ein Familienmitglied.“

Unmittelbar nach Einsatzende wurden die Retter um 19.49 Uhr erneut alarmiert. Passanten hatten einen Mann bemerkt, der mit seinem Fahrrad in den Forellenbach an der Möllner Landstraße vor dem Musischen Forum gefallen war. Da der Mann an der hier etwa zwei Meter hohen Uferböschung zunächst unter einem Ast eingeklemmt war und hilflos schien, alarmierten sie die Feuerwehr. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte hatte er sich jedoch schon selbst befreit. Er kam mit dem Schrecken und durchnässter Kleidung davon, wurde aber vorsichtshalber zur Untersuchung an den Rettungsdienst übergeben.

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erstellt am 27.Aug.2015 | 09:42 Uhr

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