Treffsicher : Doppelpack bringt VfB Auftaktsieg

Doppeltorschütze Andre Senger feiert mit Dennis Voß (li.) und Maurice Maletzki (re.) seinen Treffer zum zwischenzeitlichen 1:0.
Doppeltorschütze Andre Senger feiert mit Dennis Voß (li.) und Maurice Maletzki (re.) seinen Treffer zum zwischenzeitlichen 1:0.

Andre Senger hat den VfB Lübeck mit einem Doppelpack zum 2:0-Auftaktsieg in der Fußball-Regionalliga Nord gegen den FC St. Pauli II geschossen.

shz.de von
31. Juli 2015, 07:30 Uhr

Der Matchwinner strahlte und stöhnte zugleich. „Ich bin völlig kaputt“, sagte Doppeltorschütze André Senger, „und morgen muss ich um 6 Uhr wieder zur Arbeit. Aber ich freue mich, dass ich meinen Beitrag zum Sieg geleistet habe.“ 2:0 (1:0) hieß es am Ende für den VfB Lübeck im Auftaktspiel der Fußball-Regionalliga gegen den FC St. Pauli II. Verdient war das allemal. „Aber insgesamt war das noch verbesserungswürdig“, befand Neuzugang Jan-André Sievers und hatte Recht: Es war insgesamt bestenfalls eine Durchschnittsleistung des VfB gegen eine Hamburger Elf, die nur zu Beginn des zweiten Abschnitts ordentliches Regionalliga-Niveau nachwies.

Begonnen hatte es für die Lübecker Fußballer perfekt. Ein wunderbarer Diagonalball von Sievers („Der war genau so gedacht“) über den halben Platz landete bei Senger, dessen Gegenspieler Benjamin Nadjem sich verschätzte – und es hieß 1:0 (4.). Anschließend hätte Stefan Richter mit einem 15-Meter-Schuss erhöhen können (15., knapp vorbei) und nach einer Senger-Kopfballablage erhöhen müssen (29., verstolpert). Christopher Kramer schoss nach Senger-Vorlage knapp übers Tor (34.). St. Pauli hatte lange gar nichts zu bieten, einzig der zögerliche VfB-Keeper Kennet Kostmann (vertrat den gesperrten Jonas Toboll) hatte Glück, dass Nico Empen nach einer missglückter Wehrendt-Kopfballabwehr nicht entschlossener zu Werke ging. Kurz vor der Pause gaben die Hamburger dann aber immerhin offensiv Lebenszeichen von sich. Kostmann lenkte einen schönen Schuss von Empen zur Ecke (37.). Stegmann schoss aus 25 Metern knapp übers Tor (44.). Auf der Gegenseite hatte Richter nach Kombination über Sirmais und Senger das 2:0 auf dem Kopf (45., vorbei). „Wir hätten schon vor der Pause den Sack zumachen müssen“, befand VfB-Kapitän Moritz Marheineke.

Nach der Pause war im Lübecker Spiel dann jeglicher Schwung dahin. St. Pauli tat mehr fürs Spiel, ohne dabei allzu zwingend zu werden. „Wir haben uns zu weit zurückgezogen, sind nicht mehr draufgegangen. Auch die erfahrenen Spieler haben das nicht so in die Hand genommen“, kritisierte Trainer Denny Skwierczynski. Senger befand: „Da haben wir auch Glück gehabt, kein Gegentor zu kassieren.“ Empen rutschte haarscharf an einer Stegmann-Ecke vorbei (64.) und scheiterte in einer Eins-gegen-eins-Situation an Keeper Kostmann (74.). Wenig später musste der Pauli-Stürmer dann gehen – zu Unrecht. „Das war ein normaler Zweikampf. Ich hätte weiterlaufen lassen“, gestand Marheineke nach dem Duell an der Mittellinie. Die Gelb-Rote Karte passte zur konfusen Spielleitung von Referee Tim Skorczyk. Aus dem folgenden Freistoß resultierte dann das 2:0. Wehrendt schlug den Ball diagonal in den Strafraum, wo Senger abzog und flach zur Entscheidung traf.

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