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Stormarner Tageblatt

19. Dezember 2017 | 00:04 Uhr

Lebenshilfe : „Donum Vitae“ macht Hoffnung

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Es gibt ein neues Unterstützungsangebot für trauernde Eltern, die ein Kind verloren haben. Inge Diekmann bietet im Ahrensburger Peter-Rantzau-Haus ihre Hilfe an

shz.de von
erstellt am 01.Okt.2013 | 00:33 Uhr

Es gibt ein neues Unterstützungsangebot für trauernde Eltern, die ein Kind verloren haben. „Ich möchte einen Ort in vertrauensvoller Atmosphäre bieten, um zu Trauern und einen Weg zurück ins Leben zu finden“, sagt Inge Diekmann. Für die Organisation Donum Vitae ist sie seit Beginn des Monats im Ahrensburger Peter-Rantzau-Haus tätig. Ihre Aufgabe ist die Beratung rund um Schwangerschaft und Geburt. Dazu gehört auch die Konfliktberatung bei der Entscheidung über einen Schwangerschaftsabbruch.

Donum Vitae (lateinisch für Geschenk des Lebens) wurde als katholische Beratungsstelle gegründet, nachdem der Papst kirchlichen Institutionen die Konfliktberatung für Schwangere verboten hatte. „Wir sehen uns als Anwalt des Kindes, aber wir beraten Frauen aller Konfessionen und ergebnisoffen“, erläutert Decker-Meyer vom Landesvorstand. Auch viele Muslimas suchten dieses Hilfsangebot auf, weil es wertorientiert sei.

Der Gesprächskreis für trauernde und verwaiste Eltern wird sich an jedem ersten Dienstag im Monat von 19 bis 20.30 Uhr im Rantzau-Haus treffen. Erster Termin ist Dienstag, 5. November. Die Gruppe ist auf acht Personen begrenzt, das Angebot ist kostenlos. Vorerst sind acht Treffen geplant. Anmeldungen sind möglich telefonisch unter (04102) 97599 98 oder E-Mail unter ahrensburg@donumvitae.org.

Angesprochen sind Eltern, die ihr Kind als Fötus verloren haben oder eine Totgeburt erleben mussten. „Ich möchte sie auch dabei unterstützen, ihre Paarbeziehung zu stabilisieren“, sagt Inge Diekmann, „damit die Partner zueinander finden.“ Es gehe um einen geschützten Ort, wo offen und gemeinsam über Trauer geredet werden könne. In der Gemeinschaft könnten individuelle Wege zur Verarbeitung gesucht werden. Für Frauen, die nach einer Abtreibung traumatisiert sind, bietet sie Einzelberatungen an.

Inge Diekmann ist diplomierte Krankenschwester, Diplom-Pädagogin und hat sich auch als Gestalttherapeutin weitergebildet. In Ahrensburg berät sie auch über rechtliche Fragen um die Schwangerschaft vermittelt finanzielle Hilfen durch die Stiftung „Mutter und Kind“ und hilft bei persönlichen Problemen und Behördenkontakten. Ihre Sprechstunden sind jetzt montags von 9 bis 12 Uhr und freitags zwischen 15 und 17 Uhr.

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