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Kein Zeitdruck : Doch externe Lösung in Eichedes Trainerfrage?

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Olaf Gehrken, Vorsitzender des Fußball-Regionalligisten, erklärt: „Wir sind in Gesprächen und auf einem guten Weg.“

Wer wird Nachfolger des beurlaubten Jörn Großkopf? Bleibt Interimscoach Martin Steinbek auch nach der Winterpause auf der Trainerbank von Fußball-Regionalligist SV Eichede – oder gibt es doch eine externe Lösung? Die Trainerfrage bei den „Bravehearts“ besitzt derzeit oberste Priorität. Und natürlich ist die Lösung dieser Personalie Chefsache. Eine erste Tendenz lässt sich erkennen.

Die Vereinsführung jedenfalls streckt ihre Fühler in alle Richtungen aus. Mit Steinbek, der in den vergangenen drei Punktspielen interimsweise den vakanten Posten bekleidet und zuletzt immerhin drei Punkte im Abstiegskampf verbucht hatte, tauschte sich der SVE-Vorsitzende Olaf Gehrken vor einer Woche aus. Es war allerdings mehr Situationsanalyse als Verhandlung. „Mir war wichtig, einmal Dankeschön zu sagen für die drei Wochen. Sicherlich haben wir uns auch über theoretische Möglichkeiten einer Fortsetzung des Trainerengagements bei der ersten Mannschaft unterhalten“, gab Gehrken Einblicke in die Gesprächsinhalte. Ein Ergebnis aber habe man nicht vorzuweisen. „Es gibt nach wie vor auch andere Kandidaten. Wir haben immer durchblicken lassen, dass wir auch eine externe Lösung in Betracht ziehen und sind dahingehend in Gesprächen und auf einem guten Weg“, betonte der SVE-Boss.

Unter Zeitdruck stehe man in Stormarn trotz der angespannten Situation als Tabellenschlusslicht aber nicht. „Im Moment gilt es, die Herkulesaufgaben Regionalliga und Personalsuche zu bestreiten. Doch dabei werden wir uns keinem Zeitdruck hingeben, gut überlegen und besonnen handeln“, so Gehrken. Auch Malte Buchholz beschäftige sich mit den Themen ausführlich. „Als Ligamanager ist er dafür zuständig, führt Gespräche mit potenziellen Trainern und Spielern. Wir werden vielleicht bis zum Trainingsstart am 3. Januar den einen oder anderen Neuzugang präsentieren. Aber wir werden uns auch von Spielern trennen“, verriet Gehrken: „Wir sind ein Amateurverein, da kann man sich nicht rund um die Uhr mit solchen Dingen beschäftigen, aber wir versuchen, die notwendige Professionalität dafür aufzubringen.“

Professionalität erwartet Gehrken derweil auch von seinem zukünftigen Cheftrainer. „Im Idealfall bringt er viel Zeit für das komplexe Thema mit. Eine entsprechende Lizenz wäre gut, ist aber nicht zwingend erforderlich. Es gibt ja von Verbandsseite aus Übergangsmöglichkeiten“, erklärte der 49-Jährige, der andere Prioritäten sieht: „Der Trainer sollte in der 4. Liga und unter den Rahmenbedingungen die in Eichede vorherrschen das Optimale herausholen. Dazu sollte er sich konzeptionell im Nachwuchsbereich bei der U  17, U  19 und U  23 einbringen. Das entspräche unserer Vereinsphilosophie.“

Verschiedene Medien hatten berichtet, dass der SV Eichede unbedingt einen Coach mit Hintergrund im Hamburger Fußball suche. So wurden zuletzt Jean-Pierre Richter (SC Victoria Hamburg) oder Danny Zankl (TSV Sasel) als Wunschkandidaten beim Regionalliga-Aufsteiger gehandelt – allerdings ohne Grundlage. Gehrken jedenfalls dementiert etwaige Gerüchte. „Ich weiß nicht, wie einige darauf kommen. Beide waren nie ein Thema. Zankl war vor Jahren einmal als Co-Trainer unter Oliver Zapel im Gespräch, aktuell aber nicht“, betont der SVE-Vorsitzende. Anstelle von Zankl übernahm damals Christopher Naatz kurz das Amt. Gehrken weiter: „Natürlich sind wir nur rund 30 Kilometer von einer Millionenstadt entfernt. Es gibt eine natürliche Nähe, nicht aber eine festgelegte strategische Ausrichtung gen Hamburg. Im Endeffekt sind wir in alle Richtungen offen. Wir möchten aber natürlich schon jemanden haben, der es schafft, die Klasse zu halten.“

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