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Stormarner Tageblatt

22. Oktober 2017 | 20:03 Uhr

Reinfeld : DLRG bangt um Rettungszentrum

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Ist nach Sanierung und Umbau noch Platz für die Lebensretter und das Rote Kreuz? Ein Runder Tisch das klären.

shz.de von
erstellt am 06.Apr.2015 | 19:11 Uhr

Bereits 2009 hatte die Unfallkasse erhebliche Mängel am Rettungszentrum Reinfeld festgestellt. Die Gutachter waren weder mit den sanitären Anlagen, den Umkleidekabinen, mit den fehlenden Stellplätzen im Anbau und dem fehlenden Platz für die Anhänger zufrieden. Der Bau aus den 70er Jahren entspreche nicht mehr den gesetzlichen Vorgaben, so ihr Fazit.

Nun muss die Stadt entscheiden, in welcher Form das Rettungszentrum umgebaut wird. Die Kosten dafür werden auf 1,45 bis 2,8 Millionen Euro geschätzt. Variante 1 sieht den teilweisen Abbruch des hinteren Gebäudeteils vor, Variante 2 den kompletten Abriss und Neubau. Die Planungen für den Umbau der Garagenanlagen lösen bei der DLRG, deren Fahrzeuge im hinteren Gebäude untergebracht sind, „zunehmende Sorge“ aus, so Vorsitzender Dr. Daniel Eggers, der „massive Einschränkungen“ für die Lebensretter befürchtet. Denn nach den neuesten Plänen sei die Unterbringung der Fahrzeuge von DLRG und DRK nicht mehr vorgesehen.

Seit der Eröffnung 1979 beherbergt das Rettungszentrum nicht nur die Polizeistation, die Einsatzzentrale der Feuerwehr, sondern werde auch von den Ortsverbänden der DLRG und des DRK rege genutzt, so Eggers. Im Obergeschoss treffen sich die Mitglieder zu Versammlungen und Ausbildungsveranstaltungen. Es gibt einen Lagerraum für Rettungsgeräte und Schwimmausrüstung sowie drei Stellplätze in der hinteren Garage. Seinerzeit hatten die Hilfsorganisation die Stellplätze mit 10  000 Mark mitfinanziert und später angemietet. Auf die drei Kleinbusse mit je neun Sitzplätzen „sind wir zum Transport der jugendlichen Teilnehmer zu den Trainingsstätten angewiesen“, sagt Eggers.

Die DLRG hat außerdem in Eigenleistung einen Holzanbau für das Motorrettungsboot finanziert, das für die Ausbildung genutzt wird. In Ermangelung anderer Räumlichkeiten spiele sich das gesamte Vereinsleben – wenn nicht in der Schwimmhalle – im Rettungszentrum ab.

Im Bauausschuss stellte sich die Freiwillige Feuerwehr Reinfeld voll hinter DLRG und DRK. Gemeindewehrführer Torben Struck unterstrich, dass beide Organisationen selbstverständlich zum Rettungszentrum gehörten und dort auch bleiben sollten. Um die Bedürfnisse unter einen Hut zu bringen, soll mit Betroffenen und Fraktionen ein Runder Tisch gebildet werden.

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