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Turntalent : Diszipliniert, aber mit der nötigen Lockerheit

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Elisabeth Heine vom Ahrensburger TSV gehört zur Landesspitze in der Rhythmischen Sportgymnastik. Bei den Regionalmeisterschaften Mitte April will die 13-Jährige weit vorn landen.

Niemand macht gern Fehler. Auch Elisabeth Heine nicht. Die Rhythmische Sportgymnastin trainiert hart, um Patzer in ihrer Kür zu vermeiden. Den Lohn für ihre Disziplin erhält die 13-Jährige regelmäßig bei Wettkämpfen, in Schleswig-Holstein gehört sie in der Juniorinnenklasse zur Turnelite. „Sie ist immer gut vorbereitet, sehr fleißig und überzeugte bei den Landesmeisterschaften, wo sie zuletzt auf dem ersten Platz gelandet ist“, sagt Heines Trainerin beim Ahrensburger TSV, Judith Albrecht. Fehler im Wettkampf – für Elisabeth Heine sei das eine Seltenheit.

Vor sechs Jahren begann die Ahrensburger Frohnatur mit dem Turnen. Ein Zeitungsartikel, in dem sich die Sparte der Sportgymnastik des ATSV vorstellte, hatte sie in die Halle gelockt. Nach der ersten Einheit war klar: Elisabeth Heine hat ihren Sport gefunden, so begeistert war die damals Siebenjährige von den Trainerinnen und anderen Sportlerinnen.

Drei Mal pro Woche steht die 13-Jährige mit der Leistungsgruppe des ATSV in der Turnhalle des Heimgartenschulzentrums. Nicht genug für die talentierte Turnerin. „Es könnte auch öfter sein“, sagt sie mit einem verschmitzten Lächeln. Schnell wird klar, warum. „Ich kann gar nicht sagen, was mir am meisten Spaß macht. Es gibt hier nichts, was mir nicht gefällt“, betont Elisabeth Heine. Wer sie auf der Bodenfläche in Aktion sieht, nimmt ihr diese Aussage zweifellos ab. Trotz ihres Ehrgeizes wirkt die Gymnasiastin keineswegs verkrampft bei ihrem Sport. Neue Übungen lernen, Wettkampfvorbereitung – das steht für die Hobbyzeichnerin, die Kunst in der Schule zu ihren Lieblingsfächern zählt, im Fokus.

Und wenn sie im Wettkampf gegen Vereinskameradinnen antreten muss, sei das kein Problem. „Wir wollen alle gewinnen, das sind wir gewohnt. Das ist halt so“, sagt Heine mit leichtem Schulterzucken. Streit gibt es deshalb nicht. „Wir haben alle ein gutes Verhältnis – auch abseits von Wettkämpfen oder Training“, betont Trainerin Albrecht reflexartig. Bei Fehlern einer Turnerin litten auch die anderen mit.

So wie am vergangenen Wochenende, als Elisabeth Heine bei ihrem Auftritt beim Mermaid-Cup in Kiel zwei Mal das Band aus den Händen verlor. Der 13-Jährigen war in dem Moment bereits klar, dass es bei dem hochkarätig besetzten Turnier an der Förde nicht für den obersten Platz auf dem Treppchen reichen würde. Doch Elisabeth Heine ließ sich nichts anmerken und turnte ihre Übung bis zum Schluss. Am Ende landete sie bei 20 internationalen Starterinnen immerhin noch auf dem Bronzerang in der Juniorinnenklasse und verdrängte ihre Vereinskameradin Camilla Aubakirov (12) auf den vierten Platz. Lara Yaren Neumaier vom ATSV landete auf Platz elf. „Die Drei haben sich zu viele Fehler geleistet“, sagte Trainerin Judith Albrecht gewohnt kritisch: „Es wären bessere Platzierungen möglich gewesen. Das ist ein wenig ärgerlich.“ Aber Fehler passieren eben. Auch einer so begabten und disziplinierten Turnerin wie Elisabeth Heine.

Die 13-Jährige hat übrigens bereits das nächste große Ziel im Blick: die Regionalmeisterschaften in eigener Halle Mitte April. „Ich bin wieder sehr gut vorbereitet“, sagt Elisabeth Heine. Alles andere wäre eine Überraschung.


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