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Stormarner Tageblatt

15. Dezember 2017 | 21:34 Uhr

Bad Oldesloe : Diskussion um Strom-Autobahn

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Minister Robert Habeck (Grüne) kommt in die Stormarnhalle nach Bad Oldesloe zur Vorstellung der verschiedenen Trassen durch Stormarn.

Damit Windstrom aus dem Norden in den Süden fließen kann, hat die Bundesregierung einen Netzausbau beschlossen. Ein Teil davon ist die Ostküstenleitung. Das Netz reicht schon für die bereits angeschlossenen 500 Megawatt nicht aus, nach den Konzept der Landesregierung sollen weitere 1000 Megawatt vor allem aus Windenergie hinzukommen. Dafür braucht es eine Strom-Autobahn, eine 380 kV Leitung auf mindestens 60 Meter hohen Masten, für die 100 Meter breite Trassen gerodet werden müssen.

Im Abschnitt I kann die vorhandene 220-kV-Leitung vom Umspannwerk bei Stockelsdorf über Mönkhagen, Pöhls, Seefeld und Tralau bis Henstedt-Ulzburg durch eine 380-kV-Höchstspannungsleitung ersetzt werden. Mögliche Varianten wären eine Trasse an der A 20 bis Schmalfeld. Oder es geht südlich um Bad Oldesloe herum. Das ist zum einen die vorhandene 110 KV-Leitung, die unterhalb von Trenthorst, nördlich Wulmenau und südlich Westerau nach Treuholz bis zur A 1 in Höhe Pölitzfeld verläuft, wo die Leitung zum Oldesloer Umspannwerk abzweigt.

Zweite Möglichkeit bis dorthin wäre eine Trasse längs der A1. Weiter geht es dann auf der vorhandene Leitung zwischen Rohlfshagen und Sattenfelde über die A 21 nach Buckhorn, zwischen Floggensee und Elmenhorst über die B 75 und dann fast parallel zur Landesstraße bis Bargfeld-Stegen und Kayhude. Dazwischen hat Tennet noch die Variante mit einer Stromtrasse längs der A21 eingezeichnet, wo man entweder in Tralau von der 220 KV-Leitung südwärts gehen könnte, oder von Sattenfelde nordwärts. „Grundsätzlich sind alle Korridore möglich“, sagt John-Karl Herrmann, der für die Bürgerkommunikation zuständig ist. Auf ein Raumordnungsverfahren hat die Landesplanung verzichtet. Im Rahmen eines Planfeststellungsverfahrens soll informiert und in einem strukturierten Verfahren mit den Regionen und den Bürgern der „konfliktärmste“ Korridor gesucht werden.

Zum Auftakt für das „Dialogverfahren Ostküstenleitung“ lädt das Ministerium am kommenden Mittwoch, 26. November, in die Stormarnhalle nach Bad Oldesloe ein. Energiewendeminister Dr. Robert Habeck, wird das dreieinhalbstündige Treffen um 18 Uhr eröffnen. Anschließend erläutert Tobias Goldschmidt, Leiter der Stabsstelle Energiepolitik, das Verfahren für den 1. Abschnitt, und Klaus Deitermann stellt „Tennet als Partner im Dialog“ vor. Nach einer Präsentation des Planungsstands gegen 18.45 Uhr erläutern Projektleiter Carsten Schmidt und Planer Uwe Herrmann, wie Hinweise aus den Regionen einbezogen werden. Die Schlussrunde ab 19.30 Uhr moderiert Dr. Peter Ahmels von der Deutschen Umwelthilfe. Ab 20 Uhr stehen die Mitarbeiter des Energiewende-Ministeriums der Firma Tennet dann für Fragen zur Verfügung. Die Veranstaltung ist offen für alle. Aus organisatorischen Gründen wird um Anmeldung gebeten: Tel. (0431) 988-7309 oder E-Mail: anmeldung@melur.landsh.de.

Damit Interessierte die Möglichkeit haben, sich auch nachträglich zu informieren, wird der Offene Kanal Kiel die Konferenz aufzeichnen. Mit dem Besuch der Veranstaltung erklären sich die Besucher damit einverstanden, dass sie gefilmt werden können. Fragen dazu beantwortet Babette Sönnichsen im Ministerium:, Tel. (0431) 988 7656.

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