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Stormarner Tageblatt

19. November 2017 | 11:38 Uhr

Ahrensburg : Disco-DJ mausert sich zum Star

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Aftershowparty der „Music for free“ Veranstaltung in Ahrensburg entwickelt sich für viele Besucher zum Höhepunkt des Abends.

shz.de von
erstellt am 02.Mai.2016 | 06:00 Uhr

So richtig nach einem „Tanz in den Mai“ fühlte sich „Music for free“ in diesem Jahr in Ahrensburg nicht an. Das lag aber vor allem am kühlen Wetter. Denn wo sonst vor den sechs Konzertlocations traditionell gut gelaunte Menschentrauben stehen und in den Straßen gerade dadurch auch ein südeuropäisches Urlaubsflair aufkommt, drängelten sich die Besucher des beliebten Events des Ahrensburger Stadtforums dieses Mal fast ausschließlich in den Räumen. Insgesamt war festzustellen, dass die Besucher von Jahr zu Jahr etwas später kommen. Der größte Ansturm setzte vor allem bei der abschließenden Disco ab 22 Uhr ein. Die Besucher stimmten mit den Füßen ab und sagten: „Wir wollen tanzen!“ So war eine Erkenntnis des Abends: die Aftershow-Party wird als quasi klassischer „Tanz in den Mai“ für einen Teil der Zuschauer immer mehr zum Mittelpunkt des Events. „Insgesamt war es bei den Bands auch schon übervoll. Teilweise ging gar nichts mehr. Aber wir stellen auch fest, dass die Leute in Ahrensburg unbedingt tanzen wollen und dazu viel zu selten die Gelegenheit bekommen“, so der Stadtforums-Vorsitzende Götz Westphal.

Doch zunächst bekamen die Besucher, die bereits um 20 Uhr mit dabei waren und nicht erst gegen 22 Uhr, insgesamt sieben gute Bands geboten, die fast ausnahmslos Coversongs zum Besten gaben und damit für so manchen Mitsing- und Mitklatschmoment sorgten. Das es bei einigen Auftritten etwas leerer war als in den Vorjahren auch wenn der Andrang – wie vor allem im „Asche“ und im „Rockefeller“ – trotzdem noch für Saunatemperaturen sorgte, lag sicherlich nicht an den Musikern. Ob Gabi Liedtke im „Asche“, die Homefield Four im „Rockefeller“, die Soltoros im „Casa Rossa“ oder „Die Akustiker“ im „Bangkok“ – die Organisatoren blieben ihrem Stil treu, qualitativ gute Musiker zu buchen, die ihr Handwerk verstehen. Der bekannteste unter ihnen war dieses Mal Colin Solman, der bereits für Stars wie Gary Glitter, Eric Burdon oder Mungo Jerry am Schlagzeug saß und zum ersten Mal in seiner langen Karriere mit der „The Lou Becker Band“ in einem Geschäft – in diesem Fall „Delikatesse Boy“ auftrat. Platz zum Tanzen blieb im Zelt vor dem „Milljöh“ wo es eben recht kühl war. Die dort auftretenden „Rag Muffins“ sorgten mit Hits wie „Great Balls of Fire“ und weiteren Rock´n´ Roll Klassikern trotzdem stilecht für hitzige Körpertemperaturen.

Man kann insgesamt sagen, dass das Gesamtkonzept als „besonderer Tanz in den Mai“ der sich von anderen Veranstaltungen abhebt, erneut aufging. „Die Innenstadt wurde definitiv wieder richtig gut belebt. Um diese Zeit ist sonst kaum jemand auf den Straßen“, so Westphal. Viele Gäste betonten allerdings, dass sie sich noch mehr DJs wünschen würden. Ja, die Livemusik sei gut , aber der eigentliche „Tanz in den Mai“ sei im Endeffekt mittlerweile die abschließende Party, hörte man mehrfach. Und so konnte man feststellen, dass sich gegen 22 Uhr – als Hoefling mit dem Auflegen anfing – das „Casa Rossa“ zum Platzen füllte. Positiv für Stimmungsgarant DJ Martin Hoefling und insgesamt auch für die zahlreichen Besucher dort. „Ich freue mich sehr über die sehr gute Resonanz“, so Hoefling. Diese Tendenz droht nur ein wenig das eigentliche Ziel dieses „Tanz in den Mai“ – der eben von der Livemusik leben wollte – ein wenig zu unterwandern. Erstmalig entstand der Eindruck, es handle sich um zwei separate Events.

Etwas weniger auffällig als gewohnt, waren auch die Spendensammler in diesem Jahr unterwegs, die „Music for free“ zu einem Benefizevent machen. Offensichtlich zollten auch sie den Temperaturen Tribut, traf man sie doch sonst immer wieder zwischen den Locations an. Die gesammelten Gelder sollen dieses Mal für Flüchtlingshilfe vor Ort eingesetzt werden.  

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