„Dieses Buch stiftet Identität“

Der Heimatbund Stormarn hat das Jahrbuch 2014 herausgegeben: (v.l.) Oliver Mesch, Richard Krumm, Helmuth Peets, Burkhard von Hennig und Joachim Wergin  präsentieren vor dem Torhaus des Jersbeker Barockparks die ersten Exemplare.
Der Heimatbund Stormarn hat das Jahrbuch 2014 herausgegeben: (v.l.) Oliver Mesch, Richard Krumm, Helmuth Peets, Burkhard von Hennig und Joachim Wergin präsentieren vor dem Torhaus des Jersbeker Barockparks die ersten Exemplare.

Heimatbund stellt sein neues Jahrbuch für den Kreis vor: 23 Autoren, 192 Seiten

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23. November 2013, 00:34 Uhr

Geschichte, Volkskunde, Neues aus Bildender Kunst und Literatur, dazu Lyrik und Erzählendes in hoch- und plattdeutsch – das neue Jahrbuch des Stormarner Heimatbundes ist eine detailverliebte Sammlung von Fakten und Anekdoten über das gesamte Kreisgebiet. „Dieses Buch stiftet Identität“, sagt Oliver Mesch, der zusammen mit Burkhard von Hennigs und Joachim Wergin für die Redaktion verantwortlich ist. Das Werk kostet 15 Euro und ist ab sofort in allen Stormarner Buchhandlungen erhältlich.

192 Seiten haben die 23 beteiligten Autoren mit gut recherchierten Texten aus den Themenbereichen Geschichte, Sprache, Kultur und Umwelt gefüllt. Hinzu kommen unterhaltsame Anekdoten, Gedichte und Erzählungen.
Die umfangreichste Abhandlung stammt von Günther Bock. Der Großhansdorfer hat sich auf die Suche nach verlassenen Orten, Fluren und Höfen in den Stormarnschen Kirchspielen Kirchsteinbek und Alt Rahlstedt gemacht und seine Ergebnisse auf 30 Seiten zusammengefasst. Insgesamt 23 solcher „Wüstungen“ hat Bock allein im Untersuchungsgebiet ausfindig gemacht. „Das ist die erste fundierte Arbeit zu diesem Thema“, sagt Burkhard von Hennigs. „Wir möchten in den kommenden Jahren einen Überblick für das gesamte Kreisgebiet erstellen.“

Helmuth Peets zeigt in seinem Aufsatz „Mit Quecke, Brenneseln und Holzschuhen zum Sieg? Jersbek 1917 – ein Stormarner Dorf im 1. Weltkrieg“, wie sich der Krieg auf das Alltagsleben in Jersbek auswirkte. „Diese Beichte von den Entbehrungen der Menschen an der sogenannten Heimatfront stehen pars pro Toto für viele andere Dörfer“, erklärt Peets.

Joachim Wergin hat schon an der ersten Ausgabe des Jahrbuchs vor 32 Jahren mitgearbeitet. Er zeichnet am Beispiel der Schule in Oetjendorf die Entwicklung der holsteinischen Dorfschulen nach. Ein Großteil wurde Ende der 1960er Jahre zu Gunsten größerer Schulzentren aufgelöst.

Einen spannenden Beitrag lieferte auch Dr. Sylvia Zander von der Stadtverwaltung Bad Oldesloe. Sie stellt in ihrem Aufsatz „Frauengeist in die Stadtregierung“ Anna Vagt vor, die 1919 als erste weibliche Stadtverordnete ins Oldesloer Parlament einzog.

>Das Jahrbuch 2014 umfasst 192 Seiten. Es kostet 15 Euro und ist unter der ISBN-Nummer 978-3-9816279-0-9 in allen Stormarner Buchhandlungen erhältlich.

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