Bargteheide : Diese Babys sind eine Sensation

Mutter Verena Gless und Vater Benni Islami  mit ihren eineiigen Drillingen Ariana, Leona und Elisa und Bürgermeister Henning Görtz, der die Windelpatenschaft initiierte.
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Mutter Verena Gless und Vater Benni Islami mit ihren eineiigen Drillingen Ariana, Leona und Elisa und Bürgermeister Henning Görtz, der die Windelpatenschaft initiierte.

Die Wahrscheinlichkeit für eineiige Drillinge beträgt 1:200 Millionen. Die drei Mädchen benötigen 15 bis 18 Windeln pro Tag.

shz.de von
23. Januar 2016, 06:00 Uhr

Es ist unrealistischer als ein Sechser im Lotto. Die Wahrscheinlichkeit, eineiige Drillinge ohne künstliche Befruchtung auf die Welt zu bringen, liegt bei 1:200 Millionen. Bei Verena Gless und ihrem Mann Benni Islami wurde dieses Wunder Wirklichkeit. „Zuerst war die Nachricht ein echter Schock für uns“, gesteht die 33-Jährige. Drei Tage lang hätten sie geweint, bis sie sich schließlich an den Gedanken gewöhnt hätten.

„Eigentlich wollten wir nach unserem zweijährigen Sohn Leano einfach ein zweites Kind, aber dann hatten wir das Gefühl, dass es genau so sein soll“, ergänzt Vater Benni. Heute halten die glücklichen Eltern drei zuckersüße Mädchen im Arm. Die Jüngste heißt Leona und war zuerst wegen einer Herz-OP das Sorgenkind der Eltern, ist jetzt aber so quietschfidel wie ihre beiden Schwestern. „Sie ist unsere kleine Löwin“, so Verena Gless. Elisa, die Mittlere, ist „das Patchwork-Kind“ und daher – so sieht es die vierfache Mutter – eher laut und ein wenig „nöhlig“. Die Ruhigste und Entspannteste sei eindeutig die kleine Ariana. „Sie lag im Bauch quer unter ihren Schwestern und nimmt es daher auch jetzt eher gelassen“, schmunzelt sie.

Rund um die Uhr sind die Eltern seit der Geburt am 13. August im Einsatz. „Das ist nach meiner Arbeit ein Full-Time-Job“, so Vater Benni. Aber er nimmt es mit Humor: „Dann legen wir hier noch eine Nachtschicht ein.“ Denn mit zehn Flaschen geht das Ehepaar nachts ins Bett – eine als Reserve. Und tagsüber geht es natürlich genauso weiter. „Ohne Hilfe, da muss man einfach realistisch sein, geht es nicht“, gesteht Mutter Verena. Deshalb sei sie besonders dankbar für die Unterstützung von Nachbarn, Freunden und der Familie.

„Zweien auf einmal die Flache zu geben, das funktioniert“, erzählt sie. Die Dritte müsste dann halt einen Augenblick warten. Windelberge türmen sich in einer großen Mülltonne. „Wir sind froh, dass Famila uns so nett unterstützt“, sagt Benni Islami. Bürgermeister Dr. Henning Görtz initiierte eine Windelpatenschaft, die von Famila und Procter & Gamble, zu dem die Marke Pampers gehört, für ein Jahr übernommen wird. Fünf bis sechs Windeln braucht Mutter Verena täglich für jedes ihrer vier Kinder. Mutter und Vater wirken trotz Dreifachbelastung recht gelassen und vor allem glücklich. „Ich hatte von Anfang an trotz Schock ein gutes Gefühl“, so Mutter Verena. Ihre Schwangerschaft sei trotz eines schwerwiegenden Eingriffs gut verlaufen, die Kinder gesund: „Wir nehmen es als großes Glück und so, wie es ist, lassen alles auf uns zukommen und planen nicht.“

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