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Stormarner Tageblatt

20. Oktober 2017 | 00:28 Uhr

Diese Aktion hat echt einen Lauf ...

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

4820 Kilometer für humanitäre Hilfen gelaufen / Schecks für „Menschen für Menschen“ und „Copilul“ in der Heimgarten-Schule

Tue Gutes und rede darüber – die Gemeinschaftsschule Am Heimgarten und das Eric-Kandel-Gymnasium in Ahrensburg haben allen Grund, dies zu tun. Beim Spendenlauf der Unesco-Projektschulen im vergangenen Jahr kamen insgesamt rund 22  000 Euro Sponsorengeld zusammen. Gestern erhielten die Stiftung „Menschen für Menschen“ (Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe) und der Verein „Copilul“ (Rumänien-Kinderhilfe-Verein) 10  000 Euro beziehungsweise 5000 Euro aus dem „erlaufenen“ Sponsorengeld.

Und so funktioniert die Aktion: Die Schülerinnen und Schüler suchen eigenständig nach Sponsoren (im vergangenen Jahr waren es 650 Sponsoren), die pro gelaufener Runde auf dem Sportplatz einen bestimmten Betrag zusagen. 2015 nahmen 742 Schüler aus 45 Klassen und 14 Lehrer an dem Lauf teil. „Erlaufen“ wurden 11671 Runden über jeweils 413 Meter – das waren 4920 Kilometer Gesamtstrecke.

Karl-Heinz Bock, der die Spendenläufe seit Jahren organisiert, überreichte gestern die Schecks an Joachim Gröger (Menschen für Menschen) und an Christoph Wicht (Copilul). Während die Stiftung von Karlheinz Böhm unter dem Motto Hilfe zur Selbsthilfe in Äthiopien vor allem in der Landwirtschaft, im Bildungsbereich und der Gesundheitsvorsorge kleinere Projekte anschiebt und bis zur Verselbstständigung begleitet, engagiert sich „Copilul“ seit 1994 in Rumänien hauptsächlich in der Familienhilfe und der Betreuung von verlassenen und behinderten Kindern in der rumänischen Kleinstadt Fogarasch.

In Äthiopien betreut die Stiftung unter anderem ein After-School-Projekt, Kinder bekommen nach dem Unterricht eine Mahlzeit. Zudem zeigen Helferinnen und Helfer alternative Ernährungsmöglichkeiten, Gemüse und Reis statt nur Maisgerichte. „Wir haben kleine Landwirtschaften und Baumschulen eingerichtet, in Äthiopien gibt es jetzt sogar Apfelbäume, die Früchte werden auf den Märkten verkauft“, erzählt Joachim Gröger. In Rumänien unterstützt „Copilul“ unter anderem Menschen, die einen kleinen Betrieb eröffnen wollen, zum Beispiel Elektriker. „Damit unterstützen wir nicht nur die Wirtschaft“, betont Christoph Wicht. „Wir tragen auch dazu bei, dass die Menschen in ihrem Land bleiben und nicht fliehen.“









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