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Stormarner Wochenschau : Die Zeit ist reif für Veränderungen

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Lockruf des Geldes: Was Bemerkenswertes in einer Woche zu beobachten war.

Allergisch

Ein unmoralisches Angebot? Klar, wenn es um zwei Millionen geht, allerdings nicht, wenn es um die städtische und nicht um die eigene Tasche geht. Da Ahrensburg zurzeit finanziell gar nicht so schlecht dasteht, ist niemand dem Lockruf des Geldes erlegen. Auch nicht SPD und Grüne, die Kino und Gewerbe auf der alten Reitbahn abgelehnt hatten und eine reine Wohnnutzung wollten. Noch gilt aber der andere Beschluss, und so dient dieses Angebot wohl dazu, das Thema erneut in die politische Debatte zu bringen, um den alten Beschluss zu kippen. Dafür müsste der Investor aber wohl nicht nur eine Schippe drauf legen. Manche Ahrensburger Fraktion reagiert mittlerweile etwas allergisch auf das Wort Investorenplanung. Trotzdem ist es gut, dass wieder etwas Bewegung in die Sache kommt. Auf ein Kino und mehr Parkmöglichkeiten warten die Ahrensburger schon lange genug.

 

Abwarten

Auf eine Nordtangente übrigens auch. Für die Variante über das Famila-Gelände liegt eine Machbarkeitsstudie vor, gemacht werden soll aber erstmal nichts. Jedenfalls konnte sich die Politik noch nicht zu dem Beschluss durchringen, dass die Verwaltung mal mit Delingsdorf über die Straße spricht. Schließlich würde die ja über das Gebiet der Nachbargemeinde verlaufen. Aber selbst wenn alle zustimmen würden, stünden vor einer Realisierung noch die Kosten. Die sind nämlich exorbitant gestiegen, weil nur noch ein Tunnel unter der Bahn infrage kommt. Und in den genannten 13,5 Millionen sind Grunderwerb und die Anbindung des Kornkamp überhaupt noch nicht enthalten. Und nicht vergessen: Zuschüsse gibt es natürlich auch nicht mehr.

 

Aufbauend

Inke Koch, Bad Oldesloes neue Ladenflächen-Managerin, spricht zur Lage der Innenstadt aus, was viele denken: „Verwaltung, Politik, Einzelhandel und Eigentümer müssen an einem Strang ziehen“, wenn für blühende Landschaften in der Kreisstadt der Boden bereitet werden soll. Wenn sie es denn täten ... Aber häufig ist genau das Gegenteil der Fall. Politik gegen Verwaltung, Händler kontra Händler. Da sind sich viele spinnefeind und pflegen eigene Befindlichkeiten. Dabei geht es doch um das Gemeinwohl. Nicht um das „gemeine Wohl“ und das persönliche Wohl, sondern um das Wohl aller. Wie es in den Wald hineinschallt, so schallt es heraus. Das Echo hört sich indes alles andere als vielversprechend an. „Bad Oldesloe stirbt bald aus“, sagt Volkes Stimme. „So viel Leerstand. Ich fahre nach Lübeck zum Einkaufen“, ist in der Fußgängerzone zu hören. Gerade das gilt es zu verhindern. Nicht allein, nur gemeinsam! Klar: Einfach wird das nicht. Das weiß die neue Ladenflächen-Frontfrau genau. Umso mehr rührt sie derzeit die Werbetrommel für den „Aufbau Innenstadt“, will an vielen Fronten „kämpfen“ und die Kunden per Befragung mit ins Boot holen: Sie sieht sich als Vermittlerin und hat den Willen zur Veränderung. Hoffentlich kann sie viele mitziehen, die in die selbe Richtung denken und nicht
à la Karikatur. Dieses Szenario gibt’s in der Stadt ja bereits – leider.

 

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