zur Navigation springen
Stormarner Tageblatt

14. Dezember 2017 | 09:56 Uhr

„Nikolauslauf“ : Die üblichen Verdächtigen

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Bekannte Gesichter auf den ersten Plätzen beim 51. „Nikolauslauf“ des Ahrensburger TSV: Udo van Stevendaal, Angel Moya und Holger Radtke vom SV Großhansdorf machten den Sieg unter sich aus.

Der Trend ist nicht neu. Und er macht auch nicht vor Traditionsveranstaltungen halt. Teilnehmerschwund macht den Volksläufen zu schaffen – so fiel im Sommer bereits der 20. Stadtlauf des Spiridon-Club Bad Oldesloe aufgrund zu geringer Teilnehmerzahlen aus. So weit ist es zwar beim „Waldlauf quer durch den Hagen“ noch nicht. Aber auch die als „Nikolauslauf“ bekannte Veranstaltung des Ahrensburger TSV verzeichnete jetzt bei ihrer 51. Auflage erheblich weniger Sportler als zuletzt.

250 Läufer nahmen an einem der letzten Sportereignisse des Jahres teil. Im vergangenen Jahr waren es noch 300 gewesen. Probleme bereitet vor allem die geringe Beteiligung bei den Jugend- und Erwachsenenläufen. „Wir werden schauen, was wir da machen können. Vermutlich legen wir Läufe zusammen. Da kann man dann vielleicht lieber zwei, drei große gemeinsame Starts machen“, überlegte Organisator Michael Brackenwagen, der ähnlich geartete Veranstaltungen, die in den vergangenen jahren in der Region entstanden sind, als Faktor für die sinkende Teilnehmerzahl ausmachte. Die Organisatoren graben sich also gegenseitig das Wasser ab. „Bei den Schülern starten teilweise ganze Schulklassen oder AGs. Wenn eine Schule nicht mehr startet, fallen uns direkt 30 bis 50 Teilnehmer weg“, rechnete Brackenwagen vor. Dennoch wollte der Ahrensburger nicht ganz schwarz malen, sondern sieht den „Nikolauslauf“, bei dem jeder Finisher einen Schokoweihnachtsmann aus der Hand des Nikolaus’ erhält, in der Gunst der Sportler noch relativ weit oben. „Es ist doch ein Zeichen, dass hier mehr Teilnehmer starten als bei den Crosslauf-Kreismeisterschaften“, so Brackenwagen.

Die Bedingungen waren denn auch nahezu perfekt für einen Lauf auf unbefestigten Pfaden – Minusgrade und leicht rutschige Waldwege im Forst Hagen. Eine Parallele zu den Kreismeisterschaften gab es obendrein: Die drei Erstplatzierten beim Männerhauptlauf über 7940 Meter machten wie schon bei den Titelkämpfen im November den Sieg unter sich aus. Dieses Mal reihten sich die üblichen Verdächtigen aber anders auf. Der ehemalige Triathlon-Weltmeister der Senioren, Udo van Stevendaal, hatte im Hagen nach 28:04 Minuten die Nase vorn im Duell mit Angel Moya, seinem Teamkameraden vom SV Großhansdorf (29:49 Minuten). Auf Platz drei landete erneut Holger Radtke (32:33), ebenfalls Triathlet vom SVG. Für van Stevendaal ein gelungener Einstand: Es war seine „Nikolauslauf“-Premiere. „Dabei ist das hier meine Hausstrecke“, sagte er lachend: „Ich bin vorher nur nie dazu gekommen, hier zu starten.“

Bei den Frauen sicherte sich Sarah Heiser von den Stormarner Werkstätten den Sieg über 3170 Meter in 14:31 Minuten vor ihrer Trainerin Anke Rath (14:36 Minuten). Sowohl Männer als auch Frauen mussten dabei mit erheblich weniger Anfeuerungen auskommen, als der Nachwuchs zuvor. Daher sieht Michael Brackenwagen bei einer Zusammenlegung von Läufen in den kommenden Jahren noch einen weiteren Vorteil: Die Angehörigen, die bei den gut besuchten Kinderläufen für Motivation vom Streckenrand aus sorgen, würden bei strafferem Zeitplan unter Umständen bis zum Ende bleiben und nicht vorzeitig abreisen. So würden alle Teilnehmer in den Genuss der tollen Atmosphäre kommen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen