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Stormarner Tageblatt

18. August 2017 | 15:19 Uhr

Ahrensburg : Die U 1 wird barrierefrei

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Ab 2. Juli fährt zwischen Volksdorf und Großhansdorf für dreieinhalb Monate keine U-Bahn. Die Bahnhöfe werden behindertengerecht ausgebaut.

Seit Ende April wird in Schmalenbeck am barrierefreien U-Bahnhof gearbeitet, an den kommenden Montagen rücken auch an den Haltestellen Ahrensburg Ost (13. Juni) und Ahrensburg West (20. Juni) die Bautrupps an. Sieben Brücken und sechs Haltestellen der U  1, davon drei in Stormarn, werden erneuert. Sie erhalten zumeist neue elektrische Türen, Leitsysteme höhere Bahnsteige und vor allem Aufzüge.

Der Ausbau der drei U-Bahnhöfe in Stormarn, die alle Kulturdenkmäler sind, ist besonders aufwändig und kostet insgesamt 5,8 Millionen Euro. Ahrensburg ist mit 1,26 Millionen, Großhansdorf mit 1,2 Millionen Euro dabei. Der Kreis ist mit insgesamt 800  000 Euro beteiligt, 2,54 Millionen kommen vom Land.

Der U-Bahnhof Großhansdorf wurde schon vor mehreren Jahren mit einem Aufzug ausgerüstet, am Bahnhof Kiekut sind die Fahrgastzahlen zu gering für einen Ausbau. Die dritte Großhansdorfer Station, Schmalenbek, war eine besondere Herausforderung für die Planer und ist mit 2,4 Millionen Euro der teuerste Ausbau.

In dem U-Bahnhof geht es über eine Zwischenebene zu den Gleisen, so dass zwei Fahrstühle und eine neue Brücke gebaut werden. „Lokale Gegebenheiten erforderten für jede Haltestelle eine individuelle Lösung. Durch die Vielzahl an Einzelmaßnahmen ist es das aufwändigste Instandsetzungs- und Ausbauprojekt der Hochbahn seit Jahrzehnten“, sagt Technik-Vorstand Jens-Günter Lang. Beim Ausbau werden gleichzeitig Gleise saniert und auch die Brücke am Waldreiterweg in Großhansdorf repariert, die beim Sturm im November 2013 durch einen entgleisten Zug beschädigt worden war.

Die Beschlüsse wurden zu Zeiten Klaus Plögers gefasst. Dem Kreis sei es aber ein großes Anliegen gewesen, die Weichen für Barrierefreiheit und gesellschaftliche Teilhabe zu stellen, so der Landrat Henning Görtz. Für Ahrensburgs BürgermeisterMichael Sarach ist es ein „bedeutender Meilenstein“ und sein Großhansdorfer Amtskollege Janhinnerk Voß weist darauf hin, dass die Barrierefreiheit „das Leben für mobilitätseingeschränkte Menschen genauso erleichtert wie für Senioren und Familien mit Kindern“.

Bevor es soweit ist, muss aber erstmal gebaut werden, und diese Phase dauert nicht nur, sie hat auch unangenehme Folgen für die Fahrgäste. Viele Arbeiten sind bei laufendem Betrieb nicht möglich. Um zumindest den Zeitraum der Einschränkungen gering zu halten, werden mehr als ein Vierteljahr keine U-Bahnen zwischen Volksdorf und Großhansdorf fahren. Vom 2. Juli bis zum 20. Oktober wird die Strecke in beide Richtungen komplett gesperrt.

Der Ersatzverkehr erfolgt mit 22 Bussen, die alle U-Bahnhöfe anfahren. Fahrgäste sollten allerdings 20 Minuten mehr Zeit einplanen. Eine Sonderlösung gibt es für die Haltestelle Buchenkamp. Weil die Straßen dort zu eng für Gelenkbusse sind, wird zwischen Buchenkamp und Volksdorf ein Shuttle-Bus pendeln. Fahrgäste aus Ahrensburg, die nach Buchenkamp wollen, müssen an der Haltestelle Herkenkrug in den Shuttle umsteigen.


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erstellt am 09.Jun.2016 | 06:00 Uhr

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