Die Trave-Brücke wird eingebaut

Der Einhub des Stahlüberbaus der Brücke über die Trave zwischen Hamberge und dem Lübecker Ortsteil Reecke wird am kommenden Donnerstag, 28. Mai, erfolgen.
Der Einhub des Stahlüberbaus der Brücke über die Trave zwischen Hamberge und dem Lübecker Ortsteil Reecke wird am kommenden Donnerstag, 28. Mai, erfolgen.

Transportgenehmigung liegt jetzt vor / Fuß- und Radweg gesperrt vom 26. Mai bis zum 1. Juni

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22. Mai 2015, 12:44 Uhr

Der sogenannte Einhub des Stahlüberbaus der Brücke über die Trave zwischen Hamberge und dem Lübecker Ortsteil Reecke wird am kommenden Donnerstag, 28. Mai, erfolgen.

Wie berichtet, hatte das Fuhrunternehmen für den ursprünglich geplanten Termin am 20. Mai aufgrund einer Autobahnbaustelle keine Transportgenehmigung erhalten. Den entstandenen Terminverzug versucht das Bauunternehmen wenigstens teilweise zu kompensieren, indem es für später geplante Arbeiten vorzieht. „In den vergangenen Wochen ist der Korrosionsschutz aufgetragen worden, so dass die Brücke nun nach Lübeck transportiert werden kann“, wie der Sprecher des Bereichs „Stadtgrün und Verkehr“ mitteilt.

Für den Einhub des langen Stahlteils ist ein 500-Tonnen-Mobilkran erforderlich. Damit dieser Koloss sicher am weichen Traveufer stehen kann, sind 20 Stahlträger in den Boden gerammt worden. Jeweils fünf dieser Stahlträger, angeordnet wie die „5“ auf einem Würfel, nehmen später die hohen Lasten des Krans auf, wenn dieser seine vier Ausleger ausfährt, um sicher zu stehen.

Nach der Brückenmontage wird diese sogenannte Tiefgründung aus vier mal fünf Rammträgern wieder aus dem Erdreich gezogen.

Nach dem Auflegen der Stahlkonstruktion werden anschließend an den folgenden beiden Tagen Betonfertigteile darüber verlegt. Diese bilden später Teile der Fahrbahn. Die Betonteile werden derzeit in einem Fertigteilwerk in Pansdorf hergestellt. Auch das Verlegen der Fertigteile erfolgt mit dem Mobilkran, der aufgrund der Größe seines Arms das gegenüberliegende Ufer der Trave erreichen kann.

Der Kranstandort wird auf der Hamberger Seite sein, um die Transportwege sowohl für den Kran als auch für die Bauteile auf „kurzem Wege“ zu ermöglichen. Durch die Sondertransporte wird die Zufahrt zur Baustelle komplett versperrt werden, so dass in der Zeit der Behelfsweg um die Baustelle ebenfalls gesperrt werden muss. Die Behelfsbrücke wird für interessierte Zuschauer von der Reecker Seite zugänglich und offen sein, der Bereich Stadtgrün und Verkehr und die Baustellenleitung bitten jedoch um Verständnis, dass ab dem Dienstag, 26. Mai, bis zum 1. Juni diese Umfahrung und die Straße bis zur Bundesstraße 75 voll gesperrt werden. Eine entsprechende Beschilderung für Haltverbote und Hinweise für Fußgänger und Radfahrer werden rechtzeitig aufgestellt. Außerdem ist die Trave für jegliche Schifffahrt (auch für Kanus) vom 28. bis zum 30. Mai wegen der Kranarbeiten gesperrt.

„Durch die schwierigen Bodenverhältnisse gab es bei der Gründung der Brücke über die Trave ein paar Wochen Zeitverzug“, sagt der Sprecher Lübecker Stadtverwaltung. Man gehe jetzt davon aus, „dass die Brücke zum Ende der Sommerferien fertig wird“.

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