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Bad Oldesloe : Die TMS erhält nun doch Computerräume

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Der Oldesloer Sozialausschuss bewilligt dem Gymnasium zwei Computerräume für knapp 160 000 Euro. Bis nach den Sommerferien sollen sie hergerichtet sein.

„Es ist ja schön, dass Sie sich Gedanken machen, aber das ist unsere Profession, dafür werden wir ausgebildet und bezahlt“, machte Henning Bergmann, Direktor der Theodor-Mommsen-Schule den Sozialausschuss-Mitgliedern unmissverständlich klar, wer das Sagen hat. Es ging erneut um die Computerräume für das Oldesloer Gymnasium.

Vor einem Monat war das Thema kurzerhand von der Tagesordnung geflogen. Jetzt also ein neuer Anlauf. Die Verwaltung hatte das geforderte schulübergreifende IT-Konzept nachgeliefert. Damit stand einer Beratung nichts mehr im Weg. Zufrieden war zumindest die SPD mit dem vorgelegten Papier immer noch nicht. Im September 2012 sei der Beschluss gefasst worden, ein schulübergreifendes Konzept zu erstellen. Etwa ein Jahr später haben sich eine Expertenrunde getroffen. Hajo Krage: „Jetzt sind wir etwas schlauer, was die Infrastruktur, aber ansonsten ist das nur ein Bericht, dass es nicht geht.“ Die SPD verfolgt einen komplett anderen Ansatz als die TMS. „Wir haben ein ungutes Gefühl, 100  000 Euro dafür auszugeben, dass Computer in einen Raum gestellt werden können“, erklärt Hajo Krage. Stattdessen präferieren die Sozialdemokraten mobile Systeme – egal ob Laptops oder Tablets. Mit dem gleichen Einsatz an Geld könnten so mehr Schüler gleichzeitig an Computern arbeiten. Die entsprechende Infrastruktur sei ja bereits vorhanden. Um den akuten Bedarf der TMS zu decken, sollten zwei mobile Computer-Lösungen in Klassenstärke angeschafft werden. Um die Gleichbehandlung der Schulen zu gewährleisten, sollten auch die anderen beiden Schulen an der Olivet-Allee jeweils zwei Klassensätze bekommen. Nach ersten Erkundigungen sollten diese sechs Notebookwagen zusammen gut 125  000 Euro kosten. Krage: „Immer noch deutlich unter den Kosten für zwei Räume.“

Aber die TMS will das nicht haben und auch von den anderen beiden Schulvertretern kam kein begeisterter Beifall. TMS-Direktor Henning Bergmann machte deutlich, dass das Hauptgebäude nicht barrierefrei sei und deshalb irgendwelche mobilen Lösungen nicht transportiert werden könnten. Außerdem würde das zu viel Zeit kosten, so Bergmann: „Wir wollen unseren Schülern 45 Minuten Unterricht bieten und nicht nur 35.“

Auch für die CDU ist klar, das mobile Lösungen die Zukunft sind und in einigen Jahren Standard sein werden, wie Gudrun Möllnitz sagte. Aber jetzt noch nicht. Die Ida-Ehre-Schule arbeitet bereits mobil. Rektor Andreas Bielke: „Uns fehlen 400 Quadratmeter Raumfläche, da brauchen wir über stationäre Lösungen überhaupt nicht nachzudenken.“ Auch von der TSS kam Zustimmung von Konrektor Heino Brix-Mannshardt: „Mobile Lösungen bieten sich eindeutig in den nächsten Jahren an.“

Für die CDU gilt laut Gudrun Möllnitz: „Die Schule trägt die Verantwortung für den Unterricht, dann muss der Schulträger das auch machen. Wir können den Schulen nicht irgendwas aufdrängen.“ Dieser Sichtweise schlossen sich auch die Grünen und die FBO an. Deshalb wurde die teurere Variante mit zwei Computerräumen für knapp 160  000 Euro bewilligt. Sie sollen bis zum Ende der Sommerferien hergerichtet sein.

So ganz wollte allerdings auch die CDU den SPD Ansatz nicht verwerfen. Deshalb wurde zusätzlich beschlossen, dass die Expertenrunde häufiger tagen solle, um sich einerseits besser auszutauschen und andererseits über benötigte Technik abzustimmen. Das soll Großbestellungen zu günstigeren Preisen möglich machen.

 

 

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23-2176993_Bad Oldesloe_Andreas_Olbertz_Redakteur.JPG von
erstellt am 06.Mär.2015 | 06:00 Uhr

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