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Stormarner Tageblatt

23. August 2017 | 04:44 Uhr

Trenthorst : Die Stunde königlichen Besuchs

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Das niederländische Königspaar kommt am 19. März nach Trenthorst und unterzeichnet auf dem ökologischen Forschungsinstitut einen „Letter of Intent“.

Ob das niederländische Königspaar tatsächlich – wie Prinz Charles im Jahre 2002 – ein Apfelbäumchen im Obstgarten des Instituts für ökologischen Landbau pflanzen wird, ist noch nicht ganz sicher. Kurt Weirauch vom Förderverein des Instituts hofft, dass die Pflanzaktion in den knappen Zeitplan von nur einer Stunde passen wird.

König Willem-Alexander und Königin Máxima werden am Donnerstag, 19. März, um die Mittagszeit nach einem Besuch in Lübeck auf dem Gut erwartet. Begleitet werden die Royals von Ministerpräsident Torsten Albig, niederländischen Wirtschaftsvertretern, Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt und Dr. Folkhard Isermeyer, Präsident des Thünen-Instituts.

„Für uns ist es ein sehr wichtiger Besuch, denn im Fokus steht die Weiterentwicklung des Öko-Landbaus“, so Institutsleiter Prof. Dr. Gerold Rahmann. Wie Schleswig-Holstein und Niedersachsen seien die Niederlande auf dem Gebiet der ökologischen Landwirtschaft noch „Entwicklungsland“. Daher sei der Ausbau der Beziehungen zum drittwichtigsten Handelspartner Schleswig-Holsteins auch auf dem Gebiet des Öko-Landbaus wichtig. Arbeitstitel des Besuches ist die „muttergebundene Kälberaufzucht“. Das Königspaar informiert sich im Versuchsstall in Wulmenau darüber, wie Kälber auch im Stall im Herdenverband aufwachsen und so zum einen tiergerecht gehalten werden und gleichzeitig gute Erträge erzielen sollen. Dabei steht die wichtigste Milchtierrasse Schleswig-Holstein, die Holstein-Frisian, im Vordergrund, die auch in den Niederlanden gehalten wird. Der Rundgang führt über die hochmoderne Futterstation in den Jungviehstall. „Hoffentlich verhalten sich alle Kühe ordentlich. Sie wissen ja nicht, was das für wichtige Gäste sind“, meint Rahmann mit einem Augenzwinkern.

Im Anschluss wird das Königspaar zum Trenthorster Herrenhaus gefahren, wo im grünen Salon ein „Letter of Intent“ (Willenserklärung) unterzeichnet wird. Dieses Kooperationsabkommen soll die wissenschaftliche Zusammenarbeit des Trenthorster Institutes mit der renommierten niederländischen Uni Wageningen auf den Weg bringen. „Die Niederlande interessieren sich für die innovative, tier- und umweltgerechte Landwirtschaft“, so Rahmann. Der Besuch sei „ein Symbol“. Viel wichtiger sei die Motivation der Niederländer, sich auf dem Gebiet der ökologischen Landwirtschaft stark zu machen.

Die Vorbereitungen für den königlichen Besuch laufen bereits auf Hochtouren. Die Polizei sei schon vor Ort gewesen, um den Digitalfunk zu testen und das Gelände zu erkunden, so Weirauch. Abgeriegelt werden die Straßen, auf denen der hohe Besuch nach Trenthorst und Wulmenau fahren wird. „Das Königspaar wird an Orten, wo es das Auto verlässt, durch Polizeiabsperrungen gesichert“, erklärt Rahmann die hohen Sicherheitsmaßnahmen, an denen einige Hundert Polizisten beteiligt sind. Personell werde auch die Straße von Trenthost nach Wulmenau gesichert, es handele sich dabei allerdings nur um fünf Minuten. Ab 11 Uhr sind die Sicherheitskräfte bereits vor Ort, durchsuchen mit Spürhunden das Areal und das Herrenhaus. „Die Gästezimmer müssen leer sein, und nur akkreditierte Leute dürfen sich im Haus aufhalten“, so der Institutsleiter weiter. Ihm liegt der niederländische Besuch besonders am Herzen, weil er sich langfristig eine kooperative Zusammenarbeit wünscht: „Wir hoffen, dass alles gut über die Bühne geht. Dafür wollen wir unser Bestes geben.“





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