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Stormarner Tageblatt

23. Oktober 2017 | 23:15 Uhr

Die Spende für menschliche Nähe

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

St. Adolf-Stift unterstützt die Arbeit des Ambulanten Hospizdienstes in Reinbek mit Spenden

„Jede Spende hilft unserem Verein die Arbeit für Sterbende zu finanzieren“, sagte Anke Stilkenbäumer. Sie ist Vorsitzende des Ambulanten Hospizdienstes Reinbek e.V. und hat gerade vom Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift einen Scheck über 300 Euro erhalten. Seit vielen Jahren unterstützt das Krankenhaus die Arbeit des Vereins. Dabei sind in den vergangenen Jahren bei diversen kulturellen Veranstaltungen und Ausstellungen im Haus insgesamt 11000 Euro gesammelt worden, wie beim diesjährigen Reinbeker Frühjahrvortrag mit Prof. Dr. Hellmuth Karasek.

„Mit der Spende werden wir im Januar die nächste Schulung unserer ehrenamtlichen Begleiter finanzieren können“, sagt die Vorsitzende. „Dort geht es um die ‚Berührung in der Ehrenamtlichkeit‘, also darum, wie sich unsere Begleiter am Bett im Körperkontakt mit Sterbenden richtig verhalten, so dass es menschliche Nähe gibt, die als nicht übergriffig empfunden wird.“

Lothar Obst, Kaufmännischer Direktor und Initiator der kulturellen Veranstaltungen im St. Adolf-Stift, unterstützt die Arbeit des Hospizvereins Reinbek seit 2007: „Wir sind seit der Gründung des Vereins miteinander im Austausch, haben immer wieder Anknüpfungspunkte und besprechen sinnvolle Schnittstellen. Darum sammeln wir bei unseren kostenfreien gesellschaftlichen Angeboten bei der Reinbeker Bevölkerung gern auch Spenden für den Ambulanten Hospizdienst.“

Derzeit gibt es 29 aktive ehrenamtliche Begleiter und Begleiterinnen, die eine spezielle Ausbildung durchlaufen haben, um Schwerkranke und Sterbende würdevoll in ihrem Zuhause oder Pflegeheim zu begleiten. „In der Ausbildung der Ehrenamtlichen geht es um Themen wie Kommunikation, Nähe und Distanz, Zuhören, Schweigen, Tod und Trauer und vieles mehr“, sagt Susanne Ritter. Die Koordinatorin bringt es mit einem Satz auf den Punkt: „Letztlich geht darum, für den Sterbenden da zu sein.“

Pro Jahr werden in Reinbek 15-20 Menschen bis in den Tod begleitet. Wer selbst unheilbar oder schwer erkrankt ist oder als Angehöriger Hilfe für einen schwerkranken Menschen wünscht, kann sich unter der Telefonnummer (040) 78 08 98 60 bei Koordinatorin Susanne Ritter melden. Bei Bedarf besucht die Koordinatorin dann auch die Personen zuhause, um Details abzusprechen. Dann wird der Kontakt zwischen Ehrenamtlichem und dem Erkrankten hergestellt.

Weitere Aufgaben von Koordinatorin Ritter: Fortbildungsangebote und Supervisionen für Ehrenamtliche organisieren, Förderanträge an die Krankenkassen stellen, Öffentlichkeitsarbeit auf Messen und Märkten sowie Gottesdiensten. Vernetzung mit anderen Hospizdiensten, Palliative Care Teams, Ärzten, Senioreneinrichtungen und Pflegediensten. Der Verein ist auch deshalb auf Spenden angewiesen, da nur die gesetzlichen Krankenkassen eine jeweils abgeschlossene Begleitung durch den Hospizdienst mit einer anteiligen Pauschale rückvergüten, wohingegen die privaten Kassen keine Unterstützung zu Teil werden lassen.

Termin: Am 26. Oktober 2013 ab 19 Uhr findet im Jürgen Rickertsen Haus in Reinbek vom Ambulanten Hospizdienst organisiert eine Lesung von Prof. Martin Kreuels statt, der seine Trauer in dem Buch „17 Jahre wir – Heike ist gegangen“ verarbeitet hat.



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