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Kreistag : Die Sommer-Biotonne kommt, aber Details noch unklar

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Kreistag stimmt fast einstimmig für wöchentliche Abholung der Biotonne in den Sommermonaten.

von
erstellt am 27.Jun.2016 | 06:00 Uhr

Der Kreistag hat der Einführung einer Sommer-Biotonne nahezu einstimmig zugestimmt. Wie berichtet soll es ab 2017 eine wöchentliche Abfuhr der braunen Tonnen in den Monaten von April bis Oktober geben. Die Mehrkosten können durch geringere Rechnungen für Restmüll aufgefangen werden: Ab Januar gelten neue, wesentlich günstigere Konditionen für die Müllverbrennung in Stapelfeld.

Mit der Grabau Entsorgungs GmbH (GEG ), die die grauen und braunen Tonnen 14-täglich abholt, verhandelt die AWSH bereits, wie es organisatorisch und technisch umsetzbar ist. Bei den Finanzen ist man noch auseinander. Deshalb heißt es im Kreistagsbeschluss auch: „Die Umsetzung steht unter dem Vorbehalt, dass mit dem Auftragnehmer eine Ergänzungsvereinbarung geschlossen werden kann, deren Entgeltregelung die preisrechtlichen Anforderungen und Höchstpreisgrenzen berücksichtigt.“ Auf Deutsch: Wenn es zu teuer wird, könnte es auch sein, dass die Sommer-Biotonne nicht kommt.

Das scheint aber eher unwahrscheinlich, da eine wöchentliche Abfuhr die Hauptprobleme für zu viel Bio im Restmüll auf praktische und einfache Art lösen würde. Im Sommer fällt entsprechend mehr Gartenabfall an, und der wird ebenso wie Essenreste oft in die Tonne geworfen, die als nächste geleert wird – schon weil man sich vor Geruchsbelästigung und Madenbefall schützen möchte. „Die Sommer-Biotonne ist eine ökologisch sinnvolle und bürgerfreundliche Lösung“, so Klaudia Rahmann (Grüne), Vorsitzende des Umweltausschusses.

Auch CDU und SPD begrüßten die wöchentliche Bio-Abfuhr, auch wenn nicht ganz geklärt werden konnte, ob die dann für drei (Joachim Wagner CDU) oder sechs Jahre gelten wird (Heinz Hartmann, SPD). Auch der Abfuhrzeitraum könnte noch mal zur Diskussion stehen. Reiner Pommerening aus Bargfeld-Stegen regte als Bürger an, die Biotonne bis Weihnachten wöchentlich zu leeren, weil bis dahin das Herbstlaub anfällt. Wie sich herausstellte bedeutet der Zeitraum April bis Oktober, dass bereits am 30 September Schluss ist – obwohl im Oktober und im November das meiste Laub von den Bäumen fällt.

Bei der Budget- und Finanzplanung sehen die Zahlen für den Kreis „erfreulich“ aus, so René Wendland (SPD), Vorsitzender des Finanzausschusses. Zwei zwei Millionen Miese soll Stormarn in diesem Jahr 3,9 Millionen Euro übrig haben. Das wären fast 1,5 Punkte Kreisumlage, „aber von einer Senkung sind wir weit entfernt“, sagte Wendland. Allein die mögliche Erhöhung des Beitrags für die Krankenhausfinanzierung könnte Stormarn 1,3 Millionen kosten. Es stehen Entscheidungen über Anbauten bei den Berufsschulen an, „und niemand kann die Entwicklung bei Asyl und der Hilfe zur Pflege voraussagen“, so Wendland.

Unklar ist auch, wie viel die neue Entgeltordnung den Kreis kosten wird, die zurzeit verhandelt wird und ab 2017 greifen soll. Die Mehrkosten durch den Tarifabschluss für den öffentlichen Dienst hatte die Kämmerei bereits eingeplant, nun geht es um die Einstufung von Mitarbeitern. „Wir müssen Stelle für Stelle betrachten“, sagt Wolfgang Krause, Leiter Internes in der Kreisverwaltung. Er ist aber sicher: „Da wird ein bisschen was auf uns zukommen.“

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