Die Schützengilde hofft auf mehr Interesse der Ahrensburger

Die noch amtierenden Majestäten der Ahrensburger Schützengilde (von links): Schützenkönig Claus Sietz, Gilde-Vorsitzender Thomas Looft, Stellvertreter Siegbert Sobotke, 1. Hofdame Anette Kruse, 2.Ritter Tobias Heidtmann, 1. Bürgerhofdame Renate Grabowski und Bürgerkönig Hans-Walter Hennings.
Foto:
1 von 3
Die noch amtierenden Majestäten der Ahrensburger Schützengilde (von links): Schützenkönig Claus Sietz, Gilde-Vorsitzender Thomas Looft, Stellvertreter Siegbert Sobotke, 1. Hofdame Anette Kruse, 2.Ritter Tobias Heidtmann, 1. Bürgerhofdame Renate Grabowski und Bürgerkönig Hans-Walter Hennings.

Am ersten August-Wochenende feiert die Gilde ihr Fest mit Proklamation und Umzug durch die Stadt

shz.de von
29. Juli 2015, 17:13 Uhr

Bei Wettbewerben auf Landes- und Bundesebene sind sie erfolgreich – bei der eigenen Bevölkerung eher nicht. „Das Schützenwesen in Ahrensburg wird nicht richtig gelebt“, sagt der Vorsitzende der Ahrensburger Gilde, Thomas Looft. Für das 59. Schützenfest am 8. und 9. August hofft er auf mehr Interesse der Ahrensburger.

Bereits am 2. August werden die neuen Würdenträger auf den Schießständen ermittelt. An dem Tag gibt es von 10 bis 17 Uhr auch die letzte Gelegenheit, um den Titel des Bürgerkönigs anzutreten. Am 4. August erfolgt die Auswertung aller Ergebnisse, aber die Schützen müssen sich bis zum Sonnabend, 8. August, gedulden: Um 21. Uhr Thomas Looft in der Schützenhalle Am Hopfenbach die neuen Majestäten proklamieren. „Das ist öffentlich, bereits um 20 Uhr beginnt unsere Tanzveranstaltung, der Eintritt isst frei“, sagt Looft.

Der Sonntag steht im Zeichen des Festumzugs, Um 13 Uhr wird die stellvertretende Bürgermeisterin Carola Behr die Würdenträger vor dem Rathaus empfangen. Böllerschüsse, unter anderem von der Bürgerlich privilegierten Schützengesellschaft Mitterteich, markieren den Auftakt zum Festumzug, der um 14 Uhr startet. Mit 13 Gastvereinen und zwei Musikzügen werden die Ahrensburger vom Rathausplatz durch die Innenstadt über das Rondeel zur Hamburger Straße marschieren. Von dort bringen Busse die Teilnehmer zum Hopfenbach.

Die abseits der Innenstadt liegende Schützenhalle im Gewerbegebiet Beimoor ist für den Gilde-Vorsitzenden keineswegs der Grund für das Desinteresse am Schützenwesen, sondern der Umstand, dass Traditionelles in der heutigen Zeit weniger gefragt sei. „Natürlich haben wir sinkende Mitgliederzahlen“, räumt Thomas Looft ein, „es gibt nur wenige Sponsoren und der Platz für ein Festzelt ist auch nicht vorhanden – ganz abgesehen von einem Jahrmarkt“, nennt Looft Gründe.

180 Mitglieder hat die der 1955 gegründete Gilde zurzeit, davon etwa 30 in der Jugendabeilung. Vize Siegbert Sobotke war 1959 der erste Ahrensburger Jugendkönig. Auch er sieht mit gemischten Gefühlen in die Zukunft. „Das Traditionelle gerät immer mehr in den Hintergrund, dafür wird hoffentlich der sportliche Aspekt immer stärker.“

zur Startseite

Kommentare

Leserkommentare anzeigen