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Stormarner Tageblatt

18. August 2017 | 18:47 Uhr

Die Sanierung hat begonnen

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Frischzellenkur für Trittauer Martin-Luther-Kirche / Gottesdienst-Ersatzprogramm vorgestellt

Die Sanierung der Martin-Luther-Kirche hat begonnen. Unter Leitung der Hamburger Architektin Christiane Johannsen sanieren und säubern Handwerker und Restauratoren Gebälk, Holzdecke und Putz. Impulsgeber der Maßnahmen, für die die Kirche etwa 300 000 Euro ausgibt und 55 000 Euro Förderung von der Aktivregion Holsteins Herz erhält, ist der Orgelneubau.

Für ein neues Instrument wurden schon 216 428,47 Euro (Stand 1. Mai ) gespendet, 160 Personen übernahmen für 320 Orgelpfeifen Patenschaften. 2017 soll die Orgel installiert werden. Dafür muss die Kirche durchsaniert und sauber sein, denn „wenn die Orgel durch Baumaßnahmen verschmutzt würde, könnte das fünfstellige Kosten nach sich ziehen“, erklärt Pastor Matthias Heitmann. Deshalb wird jetzt von Fachfirmen der Dachstuhl saniert, dessen Tragwerk aus Eiche zum Teil noch aus dem 15. Jahrhundert stammt und marode ist.

Fast jedes Gebinde muss erneuert werden. Wegen des Denkmalschutzes bleibt das System erhalten und es wird auch wieder Eichenholz verwendet. Allerdings werden die neuen Schwellen luftiger verbaut, damit nicht wieder die Feuchtigkeit Schäden anrichten kann. Innen wird der Putz instand gesetzt und die Holzdecke gereinigt. Die Emporenkonstruktion wird restauriert.

Gut angekommen ist die Idee, den Orgelbau mit einer Spende zu unterstützen und dafür auf einem 40 Quadratmeter großen, winddurchlässigen so genannten Mesh-Plakat am Gerüst zu werben. Mehrere Trittauer Firmen haben sich engagiert, das Plakat wird demnächst aufgehängt.

Da bis September keine Gottesdienste in der Kirche abgehalten werden können, haben die Pastoren Matthias Heitmann und Anke Schäfer sowie Kantorin Barbara Fischer ein tolles Konzept unter dem Motto „Kirche aus dem Häuschen – anderswie und anderswo“ ausgearbeitet. Nicht nur in der Wassermühle und im Bugenhagenheim werden Gottesdienste gefeiert, sondern auch im Eiscafé Griem, in der Scheune auf dem Sängerberg, auf der Diele des Gasthofs Stahmer in Hohenfelde sowie in Kindergärten, in der Grundschule und im Pflegeheim.

Jeder Gottesdienst wird musikalisch begleitet, mal von der Kantorei, mal von den Kinderchören und jeder hat ein anderes Motto. Für die Veranstalter ist das Neuland, vieles muss anders organisiert und vor Ort improvisiert werden. „Wir werden ganz andere Abläufe haben, in der Gottesdienstkiste sind schon wichtige Liturgiegegenstände wie Kreuz, Kerzen und Gesangbücher verpackt“, sagt Kantorin Barbara Fischer. Die Ideen seien sehr gut angekommen und man habe breite Unterstützung gefunden, so die Kantorin. Pastor Matthias Heitmann, freut sich darauf, „raus zu den Leuten zu gehen“ und hofft auf mehr und neue Gottesdienstbesucher sowie auf ein lockere Stimmung. Der erste Gottesdienst „Betende Hände“ kann am Sonntag, 25. Mai, 10 Uhr in der Wassermühle besucht werden.

Alle Termine werden demnächst in einem Flyer bekannt gegeben und verteilt. Der erste Gottesdienst wieder in der Kirche ist die Goldene Konfirmation am Sonntag, 7. September.

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