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Mehr Fördermittel : „Die neue Mitgliedschaft ist eine Garantie in Sachen Qualität“

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Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

In der Oldesloer Musikschule tut sich was: Sie ist Anfang des Jahres in den Verband der Deutschen Musikschulen aufgenommen worden. Das sichert der Einrichtung Zugang zu neuen Fördertöpfen.

shz.de von
erstellt am 08.Jan.2014 | 12:30 Uhr

Nach fünf Jahren Anlaufzeit ist es endlich geschafft: Die Oldesloer Musikschule ist seit Anfang des Jahres Mitglied im Verband der Deutschen Musikschulen (VdM). „Wir freuen uns sehr, denn unsere Mitgliedschaft ist eine Garantie in Sachen Qualität. Und wir bekommen auch mehr Unterstützung und Beratung, sei es bei rechtlichen Dingen oder bei der Zusammenarbeit mit den Kommunen, dem Kreis und dem Land“, freut sich Alireza Zare. Nicht zu verachten seien auch die nunmehr bewilligten Landesmittel, deren genaue Höhe aber noch nicht feststehe, so der Musikschulleiter. „Das ist eine große Hilfe für uns, denn es gibt genug Löcher, die wir stopfen müssen.“ Da der Name Musikschule nicht gesetzlich geschützt sei, garantiere die Mitgliedschaft im VdM hohe Qualitätsstandards. „Dieser Stempel ist für uns sehr wichtig und entscheidend“, betont Alireza Zare.

Profitieren kann die Musikschule auch von dem so genannten „Musikschultaler“, mit dem das Schleswig-Holstein Musik Festival die Musikschulen im Land mit einem Euro pro verkaufter Karte unterstützt. Der Landesverband der Musikschulen verteilt das Geld dann an ausgewählte Projekte. So sind in das Kooperationsprojekt mit der Kita Brummkreisel bisher rund 4000 Euro geflossen. „Im vergangenen Jahr sind wir leider leer ausgegangen“, bedauert der Musikschulleiter. Das könnte sich in diesem Jahr aber ändern, denn die Landesregierung hat das „Jahr der kulturellen Bildung 2014“ ausgerufen und will kulturelle Aktivitäten und Projekte initiieren und unterstützen.

Die Oldesloer Musikschule arbeitet zurzeit mit zehn Schulen und Kitas von Tangstedt bis Zarpen zusammen. „Wir hoffen, dass wir diesen Bereich der Kooperation noch weiter ausbauen können“, so Zare. Ganz neu ist die Zusammenarbeit mit der Oldesloer Berufsschule, wo Sozialpädagogische Assistenten unterrichtet werden. Ein besonderer Workshop richtet sich an Erzieherinnen, die das Gitarrespielen erlernen wollen. Der erfahrene Gitarrendozent Shinichi Nakagawa (39) unterrichtet die Interessenten zweimal pro Woche in Bad Oldesloe. Der gebürtige Japaner gibt zudem Gitarrenunterricht im Ensemble in Reinfeld. Der neue Grundkurs richtet sich an Erwachsene, die gerne ein Lied begleiten und die wichtigsten Grundbegriffe des Gitarrespielens erlernen wollen.

Neu an der Musikschule ist auch die Dozentin Ana Pascual Borchers (25). Die gebürtige Spanierin lebt und studiert in Lübeck und unterrichtet ab jetzt immer dienstags Klavier in Bad Oldesloe. „An unserer Musikschule unterrichten insgesamt 48 Dozenten, die aus allen Kontinenten kommen, außer aus Australien“, sagt Alireza Zare. Neu im Angebot der vielen Instrumente ist das Cajon, auch „Kistentrommel“ genannt, das von Martin Schmidt unterrichtet wird. Das ehemalige Sklaveninstrument aus Südamerika gilt inzwischen als eines der beliebtesten Rhythmus-Instrumente. Und wer schon immer mal auf einem Didgeridoo spielen wollte, kann dies jetzt bei Dozent Carsten Bütow in der Gruppe erlernen. Neue Harfenlehrerin ist ab sofort die gebürtige Italienerin Irene Aristei.

Einige Schülerinnen und Schüler der Oldesloer Musikschule werden sich beim Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ beteiligen, der vom 24. bis 26. Januar in Lübeck ausgetragen wird. Aus diesem Anlass findet am Freitag, 17. Januar, um 17 Uhr die Generalprobe für die Schlagzeugschüler in der Schule am Kurpark und um 18 Uhr für weitere Teilnehmer im Rathaussaal statt.

Am 8. Februar findet für Liebhaber brasilianischer Musik ein Gitarrenworkshop „Brazilian Guitar & Voice“ mit André Krikula statt. Anmeldeschluss ist der 15. Januar. Die Kosten betragen 37 Euro. In Zusammenarbeit mit der Migrationssozialarbeit des Diakonischen Werkes wird der afrikanische Trommeldozent Yancouba Badji am 14. März im Bürgerhaus alle Trommelbegeisterten auf eine musikalische Reise nach Afrika mitnehmen. Eine eigene Djembe kann gerne mitgebracht werden.

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