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Stormarner Tageblatt

26. September 2017 | 09:22 Uhr

Ahrensburg : Die Natur steht Pate

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Formen der Natur werden künstlerisch interpretiert – in der Ausstellung „Wenn das Streben der Dinge sich zeigt“. Zu sehen ab 22. Mai im Ahrensburger Marstall.

„Wenn das Streben der Dinge sich zeigt“ ist der Titel einer Ausstellung mit Werken des Berliner Künstlerpaares Thomas & Renée Rapedius. Die Kunstschau ist vom kommenden Sonntag, 22. Mai, an, in der Galerie im Marstall in der Schlossstadt zu sehen. Die Ausstellung wird von der Sparkassen-Kulturstiftung Schleswig-Holstein präsentiert und dauert bis zum 17. Juli.

Die Skulpturen, Zeichnungen und Fotografien haben – im Gegensatz zu den Werken anderer Künstler – keine Namen, sondern sind einfach nur fortlaufend nummeriert. „Das lässt dem Betrachter Raum für Interpretationen, die Werke entwickeln ein Eigenleben“, erklären die beiden aus Niedersachsen stammenden Künstler, die an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg studierten und seitdem zusammen arbeiten.

Die entstehenden Werke sind oftmals aus ganz einfachen Materialien – etwa Papier – und verweisen auf Formen der Natur. Eine pinkfarbene Gruppe aus gefaltetem Papier zum Beispiel erinnert an Wasserlilien, erlaubt aber auch Interpretationen, die an Kakteen erinnern.

Die Kuratorin der Stiftung, Dr. Katharina Schlüter, sagte gestern bei der Vorschau auf die am Sonntag beginnende Kunstausstellung, „die Werke manifestieren sich in ganz unterschiedlichen Medien. Die Offenheit im Umgang mit dem Material und der spezifische Blick bei der Formfindung kennzeichnen die Arbeiten des Künstlerpaares.“ Thematisch gehört die Ausstellung zu den Projekten, die in diesem Jahr zum Jahresthema „Natur/Garten“ stattfinden.

Die Suche nach Übereinstimmungen in den Formen von Natur und Kultur kann manchmal auch zufällig sein: Als die schwarze Farbpatrone eines Laserdruckers leer war und nur ausgefranste Formen auf dem Papier druckte, suchten die beiden Künstler weitere eigentlich leere Farbpatronen und ließen daraus eine riesige Papierwand mit Schwarz-Weiß-Konturen entstehen. „Das können Wasserfälle sein, oder auch Berge“, sagt das Künstlerpaar während der Vorbesichtigung.
Die Galerie im Marstall (Lübecker Straße 8, Ahrensburg) ist mittwochs, sonnabends und sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet, eine Führung durch die Ausstellung gibt es jeweils mittwochs ab 16 Uhr. Die Ausstellung wird am 22. Mai um 11.30 Uhr von Stormarns Kreispräsident Hans-Werner Harmuth und der Kuratorin Dr. Katharina Schlüter eröffnet. Weitere Informationen erhalten Interessierte auch im Internet unter: www.galerie-im-marstall.de.







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