Zarpen : Die Mission: „Ohne Küster wird es düster“

Mit dem Bau der evangelischen Kirche Zarpen wurde im Jahr 1221 begonnen. Das backsteingotische Gotteshaus beeindruckt auch durch seine gut erhaltene Innenausstattung.
1 von 2
Mit dem Bau der evangelischen Kirche Zarpen wurde im Jahr 1221 begonnen. Das backsteingotische Gotteshaus beeindruckt auch durch seine gut erhaltene Innenausstattung.

Zarpens Pastor Nils Wolffson lädt zu einer besonderen Kirchenführung ein – aus gutem Grund.

shz.de von
12. Juli 2018, 06:00 Uhr

Am kommenden Sonntag, 15. Juli, lädt Pastor Nils Wolffson in Zarpen zu einer ganz besonderen Kirchenbesichtigung ein: Auf der Suche nach neuen ehrenamtlichen Küstern bietet er nach dem Gottesdienst eine Tour durch die Kirche an.

„Wir wollen zusammen den Kirchturm besteigen und uns das Gewölbe und das Uhrwerk ansehen“, so der 33-Jährige. „Wer sich traut, kann auch bis zu den Turmfalken in die Kirchturmspitze klettern.“

Immer häufiger komme es vor, dass sich kein Küster finden lasse für die Gottesdienste am Sonntag oder bei Bestattungen. Darum sei man jetzt auf der Suche nach Menschen, die sich vorstellen können, die Kerzen anzuzünden, die Gesangbücher auszugeben und die Kollekte zu zählen. Findet sich niemand für diese ehrenvolle Aufgabe, könnte es in der Kirche dunkel bleiben.

„Als Pensionär arbeite ich nur stundenweise“, so Klaus Gutermuth, der als Küster in der Kirchengemeinde Zarpen beschäftigt ist und die Suche nach ehrenamtlichen Küstern gerne unterstützt. „Wenn ich beispielsweise Heiligabend Küsterdienst mache, dann habe ich meine monatlichen Arbeitsstunden an einem einzigen Tag abgeleistet.“ Darum brauche man für die anderen Sonntage weitere Unterstützung.

Als Küster habe man auch besondere Privilegien. Man sammle nicht nur die Kollekte ein, so Klaus Gutermuth, sondern kümmere sich um das ganze Gebäude mit seinen Bewohnern. „Ein Küster guckt auch nach den Fledermäusen und Turmfalken die in der Zarpener Kirche wohnen“, so Klaus Gutermuth. „Darum wollen wir am Sonntag bis in die Turmspitze klettern“, so Pastor Wolffson.

Auch das Küsteramt sei ein Dienst der biblischen Verkündigung, betont Wolffson. „Sie begegnen Menschen im Alltag und am Feiertag, sie begleiten aufmerksam, was in Gottes Namen geschieht, und achten darauf, dass auch im wörtlichen Sinn, die Lichter in unseren Kirchen nicht ausgelöscht werden.“

>Treffpunkt: Sonntag, 15. Juli, nach dem Gottesdienst (zirka 11 Uhr) in der Kirche zu Zarpen, Hauptstraße 58, 23619 Zarpen.

>Kontakt: Pastor Nils Wolffson, Telefon: (04533) 207 570

.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen