Ahrensburg : Die Kunst im Untergrund

Galerie der Mosaike: Der Fußgängertunnel Manhagener Allee bietet Kunststücke an den Wänden.  Fotos: rüscher
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Galerie der Mosaike: Der Fußgängertunnel Manhagener Allee bietet Kunststücke an den Wänden. Fotos: rüscher

Neue Mosaikstücke für die „Tunnelgalerie der Hände“ – Dennoch bleibt sie nach 25 Jahren unvollständig

shz.de von
16. Juli 2015, 06:00 Uhr

Die Geschichte begann vor 25 Jahren: Der alte Ahrensburger Magistrat als Vorgänger der Stadtverordnetenversammlung hatte beschlossen, die Wände des Fußgängertunnels Manhagener Allee als Bildgalerie mit dem Motto „Galerie der Hände – gewidmet allen Ahrensburgerinnen“ gestalten zu lassen.

22 Bildmosaiken des Hamburger Künstlers Rolf Laute wurden vereinbart, in dieser Woche begann Heidi Laute-Sies das Werk des 2013 verstorbenen Künstlers zu vollenden.

Ein besonders haftfähiger Fliesenmörtel und frostsichere Keramikfliesen (aus dem Baumarkt) sind die Grundzutaten für jedes Mosaik, das aus bis zu rund 400 Teilen besteht. „Zunächst fertige ich eine Zeichnung des Originalmotivs an, dann werden die einzelnen Motive übertragen und aus den Kacheln geschnitten – manchmal mit einer Flex“, erzählt Heide Laute-Sies, „manchmal genügt auch ein Glasschneider.“ Das komplette Mosaik wird auf den Boden gelegt und mit einer Klarsichtfolie fixiert, „nur so lassen sich die Bilder transportieren.“

Vor Ort werden dann handtellergroße Stücke des Mosaiks samt Folie herausgeschnitten und in den Rahmen geklebt. Zwei neue Motive sind jetzt entstanden (von Max Ernst und De Bruyn), acht weitere fehlen noch. „Vielleicht gibt es Sponsoren, die eine Vollendung ermöglichen“, hofft Heidi Laute, die mit ihrem verstorbenen Mann diese Arbeiten begonnen hatte. Nach Informationen der Redaktion soll im September über eine Fortsetzung der Arbeiten beraten werden.

Im Jahr 2008 hatte Rolf Laute das damals vorerst letzte Motiv („Hand mit Löffel“) angebracht und die Stadt gab die noch leeren Rahmen für Kunstwerke von Schülern frei, Sprayer haben diese Arbeiten inzwischen zerstört. Im Juni dieses Jahres einigten sich Stadtverwaltung und Heidi Laute-Sies darauf, dass zwei aus dem Nachlass des Künstlers stammende Bildmotive im Tunnel angebracht werden. Dafür bezahlt die Stadt rund 6000 Euro. Die ursprüngliche Rechnung (22 Bildmosaiken und vier Frauenstatuen) betrug damals 230  000 D-Mark, gezahlt hatte die Stadt rund 156  000 D-Mark.


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