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Stormarner Tageblatt

19. Oktober 2017 | 00:59 Uhr

Bad Oldesloe : Die Korridor-Entscheidung

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Am 22. April will Minister Habeck in der Oldesloer Festhalle verkünden, in welchem Korridor die 380-KV-Ostküstenleitung verlaufen soll.

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erstellt am 10.Apr.2015 | 06:00 Uhr

So schnell kann Planung gehen: Ende November gab Umweltminister Robert Habeck in der Stormarnhalle den Startschuss für das Dialogverfahren zur Ostküstenleitung, am 22. April sollen die „zentralen Ergebnisse des gemeinsamen Prozesses“ präsentiert werden. Das waren neun Veranstaltungen in Kommunen von Lübeck bis Kaltenkirchen sowie zwei Fachtagungen, an denen sich mehr als 1000 Bürger beteiligten. Von Einzelpersonen sowie Gemeinden Vereinen und Verbänden liegen rund 650 Anmerkungen und Fragen vor, die – soweit möglich – in einem Konsultationsbericht beantwortet werden, der zur Ergebniskonferenz veröffentlicht wird.

Für diese „beeindruckende Zahl“ und „das nicht selbstverständliche Engagement im Sinne einer guten Planung danke ich Ihnen herzlich“, schreibt Energiewendeminister Dr. Robert Habeck in der Einladung für den 22. April. Die Zahl hat auch Dr. Peter Ahmels von der Deutschen Umwelthilfe überrascht, der das Dialogverfahren im Auftrag des Ministeriums moderiert. „An der Westküste hatten wir nur 300 plus  x Anmerkungen“, sagt Ahmels. Zudem hätten sich die Bürger in dem Raum zwischen Lübeck und Kaltenkirchen ebenso kritisch wie konstruktiv beteiligt.

„Die Beiträge verteilen sich relativ gleichmäßig über alle Veranstaltungsorte“, sagt Babette Sönnichsen aus dem Ministerium, „natürlich sind es umso mehr, je näher die Korridore an Siedlungsbereichen liegen.“ Ein großes Thema war die Frage der Erdverkabelung. Örtliche Schwerpunkte waren Stockelsdorf, Henstedt-Ulzburg und Elmenhorst, wo sich eine „engagierte Bürgerinitiative“ gründete, so Sönnichsen: „Aber auch entlang der 220- KV-Bestandstrasse gab es einen kleinen Schwerpunkt.“

Anregungen und Hinweise sollen im Dialogverfahren in die Planungen einbezogen und mit dem Ergebnisbericht am 22. April von 18 bis 21.30 Uhr in der Festhalle Bad Oldesloe beantwortet werden. „Ich freue mich darauf, mit Ihnen zu diskutieren. Gemeinsam wollen wir Klarheit erhalten, welche Hinweise berücksichtigt werden und in welchem Korridor mit der feinmaßstäblichen Trassenplanung begonnen wird“, so Habeck.

Auch wenn der „Dialog nicht mit der Ergebniskonferenz endet“, steht erstmal die Festlegung auf den Korridor. Grundsätzliche Einwendungen dagegen werden erst im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens abgearbeitet. Aus organisatorischen Gründen bittet das Ministerium eine Anmeldung für die Veranstaltung, Tel. (0431) 988  7309 oder E-Mail: anmeldung@melur.landsh.de.

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