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Stormarner Tageblatt

17. Oktober 2017 | 11:51 Uhr

Die klösterliche Stundenglocke

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

12 000 Euro Spenden sind für die Reinfelder Turmuhrglocken bereits zusammengekommen

shz.de von
erstellt am 14.Dez.2013 | 00:35 Uhr

Die Uhr im Glockenturm der Matthias-Claudius-Kirche ist die einzige öffentliche Zeitanzeige in der Karpfenstadt. Als sie vor gut einem Jahr nicht mehr rund lief, kletterte Diplom-Ingenieur Gerhard Evers hinauf und konnte zwar die Uhr aus dem Jahre 1900 wieder reparieren, nicht jedoch die historischen Turmuhrglocken. Er stellte massive Mängel an der Aufhängung und an den beiden Glocken fest.

„Das geht nicht mehr lange gut“, war sein Gedanke. Aus Sicherheitsgründen wurden die Glocken erst einmal still gelegt - bis heute erklingt kein Geläut mehr zur Viertel- halben- und vollen Stunde. Nur noch zum Gottesdienst läuten die drei weiteren Glocken im zweiten Glockenturm.

Die Uhrenglocken hingen bereits im Reinfelder Kloster und sind eine der ältesten Stücke der Stadt. Nach dem verheerenden Dammbruch und der Zerstörung der alten Kirche im Jahre 1635 wurden sie später in die Notkirche gebracht. Die größere Uhrglocke stammt aus dem Jahre 1561, die kleinere aus dem 17. Jahrhundert.

Im Uhrenturm aus dem Jahre 1837 soll bald wieder die klösterliche Stundenglocke erklingen. Denn die Kirchengemeinde reagierte auf dieses Übel mit einem Spendenaufruf. Pastor Bernd Berger schätzt die Kosten für die aufwändige Reparatur durch eine Spezialfirma auf rund 20 000 Euro.

Viele Ehrenamtliche engagierten sich für „ihre“ Turmuhrglocken – ob bei einem Flohmarkt im Gemeindehaus, beim Gemeindefest „Talente rund um die Kirche“ oder beim Martinsbasar. „Durch die Veranstaltungen sind rund 9000 Euro Spenden zusammengekommen“, freut sich Diakonin Kerstin Frerichs über die enorme Unterstützung. 3000 Euro aus Einzelspenden kommen noch hinzu. 12000 Euro Spenden in nur knapp einem Jahr - eine riesige Resonanz.

„Daran erkennen wir, dass sich die Reinfelder mit ihrer Kirche und der Gemeinde identifizieren und verbunden fühlen“,,so Frerichs. Die Spendenbereitschaft sei außerdem eine große Wertschätzung. Sie rechnet damit, dass mit den Ausschreibungen für die Instandsetzung im Frühjahr begonnen werden kann. Spenden sind weiterhin willkommen.

>Kontakt: Weitere Fragen beantworten die Mitarbeiterinnen des Kirchenbüros unter (04533) 89 39.

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