Lübeck : Die Kirchturmuhr St. Jakobi tickt wieder richtig

Gleich ist es geschafft: Dioe St. Jakobikriche zeigte an allen vier Seitenb die Stunde an.
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Gleich ist es geschafft: Dioe St. Jakobikriche zeigte an allen vier Seitenb die Stunde an.

Glänzende Zeiger schmücken wieder die Turmuhr der bedeutenden Lübecker Altstadtkirche.

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14. November 2019, 16:40 Uhr

Sie glänzen wieder wie neu und zeigen den Lübeck-Besuchern weithin sichtbar die Stunden an: Die vier Zeiger der Turmuhr von St. Jakobi erhielten in den vergangenen Monaten eine grundlegende Aufarbeitung. Im Februar war der Zeiger von der nördliche Seite an St. Jakobi herabgestürzt. Zum Glück war niemand verletzt worden. Aus diesem Anlass wurden auch die verbliebenen drei – rund drei Meter langen und 25 Kilogramm schweren – Zeiger abgenommen und unter die Lupe genommen.

Der abgegangene Zeiger wurde geglättet und erfuhr zusammen mit den anderen eine Aufarbeitung und Neu-Vergoldung in Handarbeit. Bevor diese durch Höhenkletterer Henrik Meger an der Turmuhr angebracht wurden, befestigte er vier Edelstahl-Plaketten mit insgesamt rund 50 Spendernamen an Uhrzeigern. Die Kosten der gesamten Arbeiten belaufen sich auf 25.000 Euro und konnten allein durch Spenden finanziert werden.

„Dank die vielen Spenden können wir die Zeiger, die der Sonnenuhr mit ihrem Stundentakt nachempfunden sind, wieder anbringen. Ich hoffe, die Lübecker kommen so gut entschleunigt durch die Adventszeit“, ist St.-Jakobi-Pastor Lutz Jedeck erfreut. Und: „Für nachfolgende Generationen werden Berichte des Zeigerabsturzes und der Wiederanbringung in das Gehäuse der Turmuhr hinterlegt.“

Kaya von Cossart von TSP-Spezialbau schliff, strich und vergoldete die Zeiger: „Die Goldschicht ist zwischen sieben bis acht Tausendstel Millimeter dick. Insgesamt habe ich 900 Goldblättchen für alle vier Zeiger verarbeitet. Zwei Zeiger, darunter der kaputte, sind doppelt vergoldet.“

Bau-Ingenieur und Kletterer Henrik Meger entwarf mit dem Bauamt der Nordkirche das Konzept der Halterung und baute sie an die Zeiger an. Die neue Halterung ist jetzt dreimal gesichert: Insgesamt sieben Schrauben halten jeden Zeiger in der Halterung, eine Zentralschraube ist mit der Welle verschraubt und an der Außenseite des Zeigers ist eine Rosette angebracht. Ermüdungserscheinungen einer Schraube waren Ursache des Bruchs der Selbigen, die zum Absturz des Nordzeigers im Februar führte.




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