Reinbek : Die Herkules-Staude gibt sich unbeeindruckt

Die Herkules-Staude, auch Riesen-Bärenklau genannt: Unter Sonnenlicht kann sie bei Kontakt zu großflächigen, schmerzhaften Blasenbildungen und Entzündungen führen.
Die Herkules-Staude, auch Riesen-Bärenklau genannt: Unter Sonnenlicht kann sie bei Kontakt zu großflächigen, schmerzhaften Blasenbildungen und Entzündungen führen.

Viele der jüngst niedergemähten Pflanzenrosetten haben neue, 20 bis 40 Zentimeter hohe Blütenstiele sowie weiße Blütendolden gebildet.

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26. Juli 2018, 11:01 Uhr

Die aus dem Kaukasus-Ökosystem stammende Herkules-Staude, auch Riesen-Bärenklau genannt, setzt sich in der heimischen Pflanzenwelt kampfstark durch, verdrängt andere Pflanzen. Darüber hinaus ist die Staude problematisch, da bei Hautkontakt allergische Reaktion ausgelöst werden kann. Unter Sonnenlicht kann es zu großflächigen, schmerzhaften Blasenbildungen und Entzündungen wie bei Verbrennungen kommen.

Im Neuschönningstedter Graben wächst die Herkulesstaude. Im Mai Jochen Jansen, SPD-Vertreter im Umweltausschuss, einen „Brandbrief“ an Bürgermeister Warmer geschrieben, in dem er forderte, schnellstmöglich etwas gegen die Ausbreitung Pflanze zu unternehmen. Schon in den vergangenen Jahren hatte Jansen mehrfach die Verwaltung auf das Problem aufmerksam gemacht, das den Wanderweg am Südrand von Neuschönningstedt betrifft. Jansen, der mit seiner Familie in Neuschönningstedt lebt, verweist auf die Gefahren für Kinder, da sich die Herkulesstaude auch in unmittelbarer Nähe des Spielplatzes ausgebreitet habe.

Beim ersten Reinbeker Spaziergangs des Forums 21 konnten die Teilnehmer jetzt feststellen, dass viele der kürzlich niedergemähten Pflanzenrosetten neue, 20 bis 40 Zentimeter hohe Blütenstiele sowie weiße Blütendolden gebildet haben. „Offenbar haben die nicht mehrjährigen Pflanzen in der Wurzel Speicher gebildet, die einen erneuten zweiten Austrieb und eine erneute Blüte ermöglichen“, vermutet Heinrich Dierking. Die Blütentriebe müssten unbedingt vor Ausreifung der Samen gemäht und entsorgt werden. Auch die Blütendolden dürften nicht liegen bleiben, weil eine Notreife einsetzen und somit wieder Samen in den Boden gelangen könne. Auch wenn es heißt, dass zweimal gemähte Herkulesstauden zugrunde gehen, würden sie im nächsten Jahr wieder blühen. Im im Boden bilden die Pflanzen Samenbank, die erst nach sieben Jahren erschöpft seien. Dort wo eine Mahd nicht möglich ist, müsse die Pflanze ausgegraben werden.

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