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Klein Wesenberg : Die Heimat der ersten Jugendwehr

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Freiwillige Feuerwehr Klein Wesenberg feierte ihren 125. Geburtstag.

von
erstellt am 27.Apr.2014 | 17:58 Uhr

Einen Geburtstag der besonderen Art konnte die Freiwillige Feuerwehr Klein Wesenberg feiern. Andacht in der Kirche, Kranzniederlegung und ein Festakt mit geladenen Gästen, zu denen neben Landrat Klaus Plöger und Kreispräsident Hans-Werner Harmuth auch die Wehrführer des Amtes sowie aus Groß Schenkenberg und Lübeck-Moorgarten kamen, zählten zu den Programmhöhepunkten.

Als die Freiwillige Feuerwehr Klein Wesenberg im August 1889 gegründet wurde, gehörten nur eine alte Handdruckspritze und ein paar Hakenleitern zur Ausrüstung. Heute sind der Fuhrpark und die technische Ausrüstung der Wehr auf dem modernsten Stand.

Johannes Möller, Wehrführer von 1922 bis 1938, gründete die erste Feuerwehrkapelle in Klein Wesenberg, der seinerzeit elf Musiker angehörten, die aber nur bis zum zweiten Weltkrieg bestand. Erst 1986 wurde der dann der Spielmannszug gegründet.

50 Jahren gehörten die Klein Wesenberger und die Schenkenberger Kameraden zusammen, dann trennten sich die Wege. Ab dem 25. November 1939 wurde jede Wehr in Eigenregie geführt. Unter Wehrführer Erwin Denker wurde 1950 das Gerätehaus gebaut. Fünf Jahre später endete die Zeit von Pferd und Wagen: Mit dem Kauf eines Opel-Pritschenwagens hielt die Motorisierung Einzug.

Ende 50er Jahre schrieb Klein Wesenberg Geschichte. Hier wurde am 16. März 1957 die erste Jugendfeuerwehr im Kreis Stormarn mit acht Jungen und vier Mädchen gegründet. Im Jahr 1962 wurde der „Bierwagen“ durch einen Ford Transit FK 1000 ersetzt. Zwei Jahre später wurde der heutige Bürgermeister Herbert David erstmals Wehrführer gewählt. Als jüngster Wehrführer hatte er zum 75. Geburtstag der Wehr die Gäste begrüßt. 50 Jahre später stand der 80-Jährige jetzt als Bürgermeister vor den Gästen und erfüllte seiner Wehr einen Herzenswunsch: Er übergab Hans-Joachim Möller, ein neues Hohlstrahlrohr.

Von Landrat und Kreispräsident erhielt der zehnte Klein Wesenberger Wehrführer die silberne Glocke als Ehrengabe des Landes zum 125-jährigen Bestehen. In seinem Rückblick sagte Möller unter dem Beifall der Anwesenden: „Wir brauchen unser Licht nicht unter den Scheffel zu stellen. Wir sind bestens für die Zukunft gerüstet.“

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