Reinbek : Die Grünen Damen von St. Adolf

Fürbitten in der Kapelle:  Ingeburg Hillscher, Stefanie Leukel, Christiane Schröder und Ute Bahr und lasen in der Andacht von Bernhard Kassens Fürbitten vor und zündeten für jede eine Kerze an.
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Fürbitten in der Kapelle: Ingeburg Hillscher, Stefanie Leukel, Christiane Schröder und Ute Bahr und lasen in der Andacht von Bernhard Kassens Fürbitten vor und zündeten für jede eine Kerze an.

Seit 30 Jahren kümmern sich Freiwillige im Krankenhaus Reinbek um das menschliche Wohlergehen von Patienten.

shz.de von
19. Oktober 2014, 23:45 Uhr

1984 schlossen sich Frauen aus der katholischen Kirchengemeinde in Reinbek zusammen, um Patienten auf den Stationen zu besuchen. Die Ehrenamtlichen, die wegen ihrer hellgrünen Kittel schnell „Grüne Damen“ genannt wurden, tun seit Oktober 1984 ihren Dienst im katholischen Krankenhaus Reinbek.

Die Idee wurde von einem Patienten an die damalige Pflegedienstleiterin Schwester Gerharda Biener herangetragen. Auf einen Aufruf im Gemeindeblatt der katholischen Kirche meldeten sich zunächst drei Frauen, die einmal in der Woche die Patienten auf den Stationen besuchten. Der Dienst war von Beginn an ökumenisch angelegt worden. Als der Freiwillige Krankenhausdienst (FKD) im St. Adolf-Stift – so der offizielle Name – auf 25 Frauen angewachsen war, wurden die Ehrenamtlichen in eine Dienstags- und Donnerstagsgruppe aufgeteilt. Bereits 1997 wurde eine Supervision eingeführt, hinzu kamen regelmäßige Fortbildungen. Einige Damen ließen sich in der Begleitung Schwerkranker und Sterbender schulen. 2003 wurde der FKD der Bergedorfer Bürgerpreis für ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet.

Christiane Schröder ist seit sechs Jahren eine „Grüne Dame“ und leitet die Gruppe von 28 Frauen: „Wir möchten den Patienten in ihrer individuellen Situation Zuwendung und menschliche Nähe entgegenbringen“, fasste sie in ihrer Rede zur 30-Jahr-Feier die Aufgaben zusammen und bedankte sich für die Anerkennung durch die Krankenhausleitung: „Es ist nicht selbstverständlich, dass Grüne Damen in ihrer Arbeit so umfangreich inhaltlich und finanziell unterstützt werden, dazu gehört auch das kostenlose Mittagessen in der Caféteria, bei dem wir uns über das Erlebte austauschen können“, so Christiane Schröder

Pflegedirektor Martin Klein bezeichnete die Arbeit der freiwilligen Damen als „unersetzlich“ und bedankte sich bei den 28 Aktiven mit roten Rosen: „Sie tragen in erheblichen Maße zum Wohle der Gemeinschaft bei und schenken anderen bewusst viel Zeit, die Sie auch persönlich anders nutzen könnten.“ In einer Andacht vor der Feier hatte Bernhard Kassens, katholischer Krankenhausseelsorger am St. Adolf-Stift den Grünen Damen seinen Dank ausgesprochen.

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