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„Die Gegner sind lauter geworden, nicht die Anlagen“

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Erneut viel Wirbel um den geplanten Bürgerwindpark in Bargteheide

Einen Wermutstropfen in der ansonsten harmonischen Atmosphäre gab es doch noch in der Sitzung der Bargteheider Stadtvertretung.

Gleich zu Beginn der jüngsten Sitzung nutzten Windkraftgegner die Bürgerfragestunde für ihre Argumente. Neu waren die indes nicht. „Eine Ärztekommission hat einen Mindestabstand von Windkraftanlagen zur Bebauung auf das Zehnfache ihrer Höhe vorgeschlagen“, sagte Gerhard Artinger. Bei so großen Anlagen sei die Belastung durch Infraschall noch gefährlicher als bei niedrigeren.

„Würden sie diesen Plänen mit dem Wissen von heute erneut zustimmen?“, wandte sich Artinger an Bürgermeister Dr. Henning Görtz. Der aber hat sich im gesamten Verfahren für befangen erklärt und wiederholte das erneut in der Sitzung. An seiner Stelle antwortete dann Bauamtsleiter Jürgen Engfer für die Stadt: „Ein zehnfacher Abstand wäre grundsätzlich zu begrüßen. Im Land beträgt der geltende Mindestabstand von Windanlagen aber zu Einzelgehöften 400 Meter und zum Siedlungsgebiet 800 Meter.“ Die Genehmigungsbehörde habe keine Einwände mehr gegen die geplanten Anlagen.

„In den vergangenen drei Jahren gab es bezüglich möglicher massiver Gesundheitsgefahren keine neuen Erkenntnisse“, so Claus Christian Claussen (CDU), „die Regelungen wurden bisher nicht geändert.“ Folge man der Ärztekommission, seien in Deutschland gar keine Windkraftanlagen an Land mehr möglich. Er unterstütze das Projekt nach wie vor, so Claussen. Nach Recht und Gesetz in Schleswig-Holstein sei dieser Anlagenbau zulässig. „Wir haben das in mehr als 30 Sitzungen transparent und in aller Ruhe und Sachlichkeit diskutiert. Da wurde nichts unter den Teppich gekehrt.“

„Wir haben bewusst die leisesten Rotoren ausgewählt“, so Weingärtner, der wie weitere Kommunalpolitiker auch Kommanditist in der Bürgerwindpark GmbH ist, „nur die Gegner sind lauter geworden, nicht die Anlagen.“

Die Stadtvertretung habe sich bewusst für den Klimaschutz und für mehr Sicher-heit bei der Energieversorgung entschieden: „Wir wollten keine Kohle- oder Atomkraftwerke mehr.“

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